Der TANZ des Lebens

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(c) Birgit Annette Scholz 2018

Die besten Ideen entstehen bekanntlich am Küchentisch (und/oder haben auf einer Serviette Platz). Bei einem leckeren Gemüsegericht bei uns zu Haus erzählte mir Johannes Möller (Bild unten, der Mann mit der Trompete), dass er ab und zu an ungewöhnlichen Orten mit seinen Musikinstrumenten ‚töne‘. Es geht ihm nicht darum, bekannte Melodien zu spielen, sondern vielmehr darum, das Instrument als Ausdrucksmittel von Gefühlen, Stimmungslagen einzusetzen und damit einen transzendenten Klangkörper aus Tönen entstehen zu lassen, der durch seine Schwingung wiederum mit dem musizierenden Menschen resoniert. Ein faszinierendes Wechselspiel, das durch mit – tönende andere Menschen, die er immer wieder dazu einlädt,  potenziert wird. Als ich hörte, was er da veranstaltete, war ich sofort Feuer und Flamme ..

Vor ein paar Tagen hatte ich nun die Gelegenheit, mit Johannes und dem TonKünstler Helmut Krah eine private Klang//Tanz//Performance aufzuführen. Ort des Geschehens war das bekannte Museum MARTa in Herford. Zuschauer gab es keine. Wir waren allein mit uns, mit den Tönen, mit den Bewegungen, mit der Kunst .. es war atemberaubend!

Ich hatte meine Trommel dabei, meine Flaggen – und meine Stimme. Ach ja, und meine Kamera. Aber ich habe kein einziges Foto geschossen (bis auf ein paar wenige mit dem iPhone ..), denn ich war zu fasziniert vom Mittun, als dass ich Zeit mit dem Beobachten verschwenden wollte. Wir legten los mit der Improvisation und es entstand etwas einmaliges, einzigartiges, nicht wiederholbares – geboren aus dem Moment des Jetzt, hervorgerufen von drei Individuen, die aufeinandertrafen und sich in der jedem eigenen Individualität auf Augenhöhe begegneten. Jeder einzelne ‚verschmolz‘ mit seinem Instrument, führte, reagierte, be – antwortete die Töne des anderen, übersetzte die Töne in Bewegungen und ein erlebbares Kunstwerk entstand, das nicht konservierbar war, aber gerade dadurch seinen Zauber und Reiz erhielt.

Unsere gemeinsame Performance war einzigartig, die Energie floss. Obwohl wir das erste Mal in dieser Art aufeinander trafen, befanden wir uns größtenteils im Flow. Ich  bemerkte lediglich, dass ich an meiner Kondition arbeiten könnte. Energetisch jedoch war ich ‚high‘ nach den drei Stunden Körperarbeit. Uns dreien ging es sehr gut!

Was war geschehen? Jeder trug mit ’seiner‘ Persönlichkeit, seiner Originalität etwas zum Gelingen des Ganzen bei. Niemand heischte um Anerkennung, tat etwas, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Das war entspannend und bereichernd. Jeder zeigte sich, wie er war, konnte ausprobieren, legte los, ohne ‚Deckung‘ .. Zeigte sich in seiner ganzen Pracht und Macht.

Das folgende Gedicht, das ich vor etlichen Jahren entdeckte, fiel mir dazu ein ..

UNSERE GRÖSSTE ANGST
Unsere größte Angst ist nicht, unzulänglich zu sein.
Unsere größte Angst ist, grenzenlos mächtig zu sein.
Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, ängstigt uns am meisten.
Wir fragen uns: Wer bin ich denn, dass ich so brillant sein soll?
Aber wer bist du, es nicht zu sein?
Du bist ein Kind Gottes.
Es dient der Welt nicht, wenn du dich klein machst.
Sich klein zu machen, nur damit sich andere um dich herum nicht unsicher fühlen,
hat nichts Erleuchtetes.
Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, der in uns ist, zu manifestieren.
Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem Einzelnen.
Und wenn wir unser Licht scheinen lassen,
geben wir damit unbewusst anderen die Erlaubnis, es auch zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind,
befreit unsere Gegenwart automatisch die anderen.   

– Marianne Williamson –

FAZIT des TAGES: Sei ein Original! ( .. mit grauen oder weißen Haaren!!) Originale fragen nicht, ob sie ein Original sein dürfen – sie sind es einfach! Und das hat nichts mit Arroganz zu tun, sondern mit Würde, Freude am Da – Sein und am So – Sein .. Tanz DEiNEN Tanz im Leben und bereichere damit die gesamte Performance. Du darfst es, Du musst niemanden um Erlaubnis fragen – nein, Du sollst es sogar!

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(c) Birgit Annette Scholz _ Johannes Möller + Helmut Krah

 

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