Auf den Spuren des Friedens ..

fuss#1

Moin, Moin, ihr Lieben. Es ist Freitag, die großen Ferien beginnen heute in NRW und ich habe Zeit, wieder einen kleinen Artikel zu schreiben. Die folgenden Gedanken gingen mir durch den Kopf und ich möchte sie mit Dir teilen ..

Letztens bin ich weißhaariges Elfchen in einen vollen Farbeimer getrampelt. Beim Streichen unseres Schlafzimmers bewegte ich mich etwas unsynchron mit meinen Gehwerkzeugen, ich stolperte über ein Stückchen Tapete und ein Fuß landete – ZACK!! – im vollen, schneeweißen Farbeimer. ‚Das fängt ja guuuuut an!!‘, dachte ich by myself und guckte ganz verdattert. Glücklicherweise hatte ich bei dieser Aktion keinen Oberschenkelhalsbruch erlitten, (ich übertreibe jetzt nicht. Eingeweihte wissen, was ich meine, Stichwort Lombada, Paris ..). Vielmehr rutschte ich unterdessen mit meinem nackten Fuß in dem glitschigen Farbeimer herum und veranstaltete mit meinen Zehen muntere Spielchen. Es war ein herrliches, matschiges Gefühl!

Ich schaute mich um, überlegte, wie ich denn jetzt nun in’s Bad gelangen sollte, erspähte zum Glück mein iPhone in Reichweite und lichtete erst einmal meinen schneeweißen Fuß ab, weil er so schön ausschaute. ‚Sieht aus, wie eine Skulptur!‘, dachte ich, bevor ich auf einem Bein springend durch den Flur zur Badewanne hüpfte (ohne umzufallen und ohne den Teppich zu bekleckern).

Als ich mit sauber geduschtem Fuß wieder auf meinem Malerteppich angelangt war, um mein Werk zu vollenden, schaute ich mir meine Fußspuren etwas näher an, die ich während des Malervorgangs auf dem Boden hinterlassen hatte. Und mir kamen da so einige Gedanken .. Fußspuren im Sand, Fußspuren in meinem Leben, welcher Spur folge ich, welche Spur hinterlasse ich, tue ich das ‚Richtige‘, oder das ‚Falsche‘, welche Auswirkung hat mein Handeln  .. Inhaltsschwere, aber auch beschwingte Gedanken, die ich fortan in meine Malerstreichbahnen hineinarbeitete.

Ich erinnerte mich an einen Kalenderzettel, den ich ein paar Tage zuvor abgerissen hatte. Dort stand ein wirklich guter Text:

Verborgen

„In den Zusammenhängen der Geschichte ist Gottes Handeln für uns oft schwer durchschaubar. Wie viel Gott im Hintergrund steuert oder nicht, lässt sich nicht zweifelsfrei wissen. Aber wir dürfen vertrauen, dass er zum Ende alles zum Guten wendet, wie schwierig es auch scheint. Bonhoeffer schrieb:

Wieweit ein menschliches Handeln dem göttlichen Ziel der Geschichte dient und also das Gute in der Geschichte realisiert, dafür gibt es für den Menschen absolut keine letzte Gewissheit. Es bleibt dem verborgenen Rat Gottes vorbehalten. Gott bedient sich des Guten wie des Bösen, um zu seinem Ziel zu kommen und zwar – soweit menschliche Blicke reichen – in der Weise, dass oftmals das ‚Gute‘ zum Unheil, das ‚Böse‘ aber zum Heil wirkt. Gott geht durch das Gute und Böse der Menschen hindurch seinen eigenen Weg. Er erweist sich als der, der allein das Gute tun will und dem jede Tat auf Zorn und Gnade hin ausgeliefert werden muss.“ (Kalenderzettel vom 11.06.2020, Neukirchner Kalender)

Ja. So ist es. Schauen wir in die Welt im Großen und in unsere kleine Welt, dann könnten wir ja manchmal schlottern oder voller Unverständnis die Haare raufen. Aber nein – da gibt es doch noch eine andere Sicht auf die Dinge. Die dritte Sicht. Und das ist das Spannende ..

Jedes Ding hat drei Seiten. Eine, die du siehst, eine, die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

Am Ende wird alles gut. Wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.

In diesem Sinne – schöne Ferien!

Drei seiten

Moodboard

 

 

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