Unser EMOTiONALES ERBE

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Heute möchte ich Euch hinweisen auf eine gute Veranstaltung (in BiELEFELD) mit einem spannenden Thema, das wohl jeden von uns in der einen oder anderen Hinsicht betrifft.

LEIDER SCHON AUSGEBUCHT!!!!! THEMA iST TROTZDEM WiCHTiG!!!! ♣

Das Christliche Zentrum Bielefeld lädt Ehepaare ein: Am SAMSTAG, den 03.11.2018 in der Zeit von 09:30 – 12:00 Uhr. Es erwartet Euch ein lukullisches Frühstückbuffet und ein guter Vortrag: WENN DAS GESTERN UNSER HEUTE BEEINFLUSST . KAi MAURiTZ aus Lemgo, Pfarrer und Koordinator von mittlerweile 180 Beratungsstellen für das Weiße Kreuz, referiert zu dem Thema und erklärt die Bedeutung der Herkunftsfamilie für unsere Ehen.

HiNTERGRUND: Das Thema ‚Emotionales Erbe‘ ist zum Glück nicht neu. In den letzten Jahren ist es zunehmend mehr in den Focus geraten, wohl nicht immer, um Zustimmung zu finden von denjenigen, die meinen, ’nun müsse doch endlich mal Schluß sein mit der Vergangenheit!‘. Schluß ist, wenn wirklich Schluß ist.

Denn: Wir sind mit unserer Geburt vor X Jahren ja nicht einfach ‚vom Himmel‘ geplumbst. Sondern wir stehen eingebettet in eine Generationenfolge, die viel Schönes, aber auch viel Schreckliches erlebt hat. Der Großteil unserer deutschen Vorfahren hat zwei Weltkriege in irgendeiner Form mitgemacht. Sei es als direkt Beteiligte an der Front, aber auch das Erleben von Flucht- und Vertreibung, Vergewaltigungen, Hunger, Kälte, Angst hinterlassen unsichtbare Spuren in der Psyche und im Erbgut (Stichwort Epigenetik). Wir geben unbewusst Verhaltensweisen, grundlegende Werte und Lebenseinstellungen weiter. Erlebte, nicht aufgelöste (Kriegs – ) Traumata wirken fort und zeigen sich nicht selten erst ein, zwei Generationen später bei den Kindern oder Enkeln der traumatisierten Personen in Form von belastenden Symptomen, die oft nicht eindeutig zuzuordnen sind.

PERSÖNLiCH: Vor etlichen Jahren habe ich mich selbst zu diesem Thema auf den Weg gemacht, da im Familensystem meiner Herkunftsfamilie ein Geheimnis herrscht, welches meine Großmutter mit in’s Grab genommen hat. (Es geht hier nicht um Schuld, sondern um die Tatsache an sich). Ein dunkler Fleck in der Ahnenreihe, der systemisch so lange weiterwirkt, bis es zu einer Auflösung kommt. Meiner Meinung nach dauert es oft aus Gründen der Scham viel zu lange, als dass wir es uns trauen, uns in den Keller unseres Lebenshauses zu begeben, um dort ordentlich auszumisten. Bis der Leidensdruck dermaßen groß wird, dass es unausweichlich wird. Was wir da an ‚Leichen im Keller‘ finden, ist oft nicht so zerstörend, wie es wäre, wenn sich das Schleichgift weiter und weiter auswirken könnte, wenn wir es nicht aufgedeckt und unschädlich gemacht hätten. Sprich: Es lohnt sich unbedingt, hinzugucken und die Decke des Schweigens zu lüften. Es ist eine dankbare Arbeit, die wir nicht nur für uns selbst tun, sondern auch zum Wohl unserer Nachkommen. Denn mit der Lösung kommt verschüttete Lebensenergie im System wieder zum Fließen, die natürliche Ordnung wird wieder hergestellt. Energie, die für die Unterdrückung der Symptome verbraten wurde, steht neu zur Verfügung.

ERFAHRUNG: Sehr berührend ist es, zu erleben, wenn sich in Familienaufstellungen z.B. sogar noch über 80 – Jährige ihrer Vergangenheit stellen und auf der Gespürsebene das erleben dürfen, was sie über Jahre verdrängt, aber stets ‚gewusst‘ haben. Es ist nie zu spät, die Weichen noch einmal neu zu stellen! Unser Körper lügt nicht, wir dürfen unseren Körperwahrnehmungen trauen, sie sind zuverlässige Detektoren. Oft haben wir es (aus Gründen unseres Selbstschutzes) verlernt, auf die feinen Signale und Empfindungen unseres Körpers zu achten. Unser Verstand übernimmt das Kommando und erzählt unserem Körper, wie er zu fühlen hat. Was für ein Unfug! Aber in dieser industrialisierten, funktionalen Welt, in der wir momentan leben, total normal!! Ich selbst kann mich noch sehr gut an das Schaudern, das Rieseln erinnern, das mir durch die Glieder fuhr, als ich vor Jahren mein erstes Buch zu dem Thema kaufte. ‚Kriegsenkel‘ von Susanne Bode.  Ich wußte, mein Körper gab mir den richtigen Hinweis. Das war der Beginn einer langen, mühsamen, oft schmerzhaften, aber unbedingt lohnenswerten inneren Reise.

Wer nun nicht das Glück hat, in BiELEFELD zu leben (jaja .. es ist doch schon manchmal ein ‚Privileg‘ in einer Stadt zu wohnen, die es nicht gibt …) und nicht an dem Frühstück mit Vortrag teilnehmen kann, der kann sich ja mal hier zum Thema kundig tun ..

Methode der Aufstellung FRANZ RUPPERT, München – ich habe zahlreiche Bücher von ihm gelesen und einige Themen bei ihm persönlich aufgestellt. Die Ergebnisse waren alle zutreffend und nachhaltig. Ich halte ihn für den fähigsten Aufsteller im deutschsprachigen Raum. Sein Credo:

„Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antworten hinein.“ Rainer Maria Rilke

Artikel in der ZEiTDas zähe Seelenerbe des Zweiten Weltkriegs

♣ Unser Körper – Aufsatz von Alice Schultze – Kraft

„Unser Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.“ Christian Morgenstern

Wege zur LebensfreudeAnne Kathrin Frihs, Berlin – mir persönlich bekannte, bodenständige Expertin ‚ohne Federn auf dem Kopf‘ zum Thema Generationenübergreifendes Erbe

 

Der kleine DiAMANT auf dem Weg in die Freiheit ..

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Es war einmal ein kleiner, feiner, funkelnder Diamant. Er war von bezaubernder Gestalt, von lupenreiner Qualität, er besaß einen Schliff, der darauf schließen ließ, dass ein begnadeter Künstler ihn liebevoll und sehr akribisch behandelt hatte. Damit er funkelte und strahlte.  Der kleine Diamant war von unschätzbarem Wert, denn er hatte das bestimmte ‚Feuer‘ in sich, das jeden Edelstein zu einem ‚edlen Stein‘ macht.

Der kleine Diamant war sich seiner eigenen Schönheit jedoch nicht wirklich bewusst. Denn er steckte schon seit Urzeiten in einem ‚Goldenen Käfig‘. Dieser Käfig hing zwar in angenehmer Umgebung, inmitten des Schatten spendenden Blätterwerks grüner Bäume in der Sonne, dort funkelte und glitzerte der Diamant. Aber seine Aussicht war begrenzt durch die goldenen Gitterstäbe. ‚Naja‘, sagte sich der kleine Diamant, ‚die Stäbe meines Käfigs sind aus purem Gold, das ist ein wertvolles Material! Nicht jeder besitzt schon einen Goldenen Käfig!‘. Aber das Herz des kleinen Diamants war nicht wirklich glücklich. Und seine volle Strahlkraft konnte er so auch nicht wirklich entwickeln. Denn durch den Käfig um ihn herum war es schwierig, ihn zu putzen und zu polieren. Man kam einfach nicht an ihn ran!

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Dieses unglückliche Herz des traurigen, kleinen Diamanten wurde von einer guten Fee bemerkt. ‚Oh, ich kann es nicht mit ansehen, wie dieser kleine, wertvolle Diamant so stumpf in dem Goldenen Käfig herumhängt. Was für eine Verschwendung von Potential!? Ein Diamant ist ein Solitär! Er gehört, wenn überhaupt, in eine Goldene Fassung, aber nicht in einen Goldenen Käfig!‘. Die gute Fee hatte das Problem erkannt und zufällig hatte sie ein passendes Werkzeug dabei, um die goldenen Gitterstäbe auseinanderzubiegen.

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So wurde der kleine Diamant befreit. Das war beileibe kein schneller und einfacher, auch kein schmerzloser Prozess. Aber nach und nach wurde die Öffnung des Käfigs größer und größer – und plötzlich war sie weit genug, dass der Diamant durch das Loch im Goldenen Käfig einfach hindurchpurzeln konnte! ‚Bin ich jetzt frei??‘, fragte der kleine Diamant zaghaft. Die gute Fee schmunzelte, wusch den Diamanten mit kristallkarem Wasser, trocknete ihn liebevoll ab und polierte ihn zum Schluß, dass er nicht nur funkelte, sondern sogar Funken sprühte in allen Farben des Regenbogens. ‚Ja, kleiner Diamant‘, sagte die gute Fee. ‚Du verkörperst nun das, was dein Schöpfer in dir schon immer gesehen hat.‘ Nun lag der kleine Diamant klar und rein in der Sonne. Und durfte sein, was er schon immer war …

Es war einmal ein kleiner, feiner, funkelnder Diamant. Er war von bezaubernder Gestalt, von lupenreiner Qualität, er besaß einen Schliff, der darauf schließen ließ, dass ein begnadeter Künstler ihn liebevoll und sehr akribisch behandelt hatte. Damit er funkelte und strahlte.  Der kleine Diamant war von unschätzbarem Wert, denn er hatte das ‚FEUER GOTTES‘ in sich, das EWiG ist und das jeden Edelstein zu einem ‚edlen Stein‘ macht. 

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‚Fürchte Dich nicht! Ich habe dich ERLÖST. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein. Wo du auch hingehst, ich bin bei dir. Was auch geschieht, ich lasse dich nicht allein.‘ Das spricht Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde zu einem Jeden, der sich danach sehnt und iHM vertraut. [Die Bibel, Jesaja 43:1ff]

Wie oft bemerken wir gar nicht, dass wir selbst in einem Goldenen Käfig stecken aus Angst, alten Glaubenssätzen, verletzten Emotionen, Vorstellungen, wie etwas zu sein hätte, Interpretationen, Emotionsblasen .. Wie oft werden wir aber auch von anderen in einen golden Käfig gesteckt und bemerken lange Zeit das Muster nicht, fühlen uns nur irgendwie unwohl und eingesperrt. – Oder wie oft stecken wir andere in eben diesen Goldenen Käfig, indem wir unsichtbare Erwartungen an sie stellen, kontrollieren, subtil manipulieren ..

Es braucht Aufmerksamkeit, einen klaren Geist und eine stabile Mitte, einen liebevollen Umgang mit uns selbst, um die Gitterstäbe zu erkennen, zu benennen und auseinander zu biegen [biegen zu lassen]. Manchmal kommt die Unterstützung in Form einer guten Fee, die manchmal eine liebe [Spiegel-] Person sein kann, aber auch der Heilige Geist ‚als bester Coach wo gibt‘ ist eine unübertroffene Hilfe.

Viel Spaß mit diesem kleinen Märchen – und viel Spaß beim Funkeln ..

PS: Diese Geschichte ist mir eingefallen, als ich das Glasprisma in dem ‚Goldenen Käfig’ sah. Der Text sowie die Fotos stehen unter meinem Copyright, dürfen aber gern kopiert werden. Bitte gebt mir eine kurze Nachricht, wenn Ihr den Text oder die Fotos verwendet. Dankeschön.

#37 GERDA BRANDT -SULEK

Gerda#1

Hochzeiten gehören ja allgemein zu den erfreulichen Anlässen!! Zwei Menschen wurden vor einiger Zeit geboren, lebten in der Zwischenzeit auf dieser Erde an unterschiedlichen Orten ihr Leben so vor sich hin, machten diese und jene Entwicklung durch – und dann führt das Schicksal, die Vorsehung, ‚Gott‘ die beiden Lebenswege zusammen. Ein Wunder. Die Liebe findet statt und verzaubert. Irgendwie schon toll, oder??!!

Vor zwei Wochen durften wir der Hochzeit einer jungen Frau beiwohnen, die wir kennen, seitdem sie mit ihrer Zwillingsschwester vor 29 Jahren das Licht der Welt erblickte. Unser Sohn, ganze 6 Wochen später geboren, und die beiden Zwillingsmädchen wuchsen zusammen auf, durchliefen gemeinsam die kirchliche Krabbelgruppe, die Sonntagsschule und verlebten so manches rauhe, spannende, dreckige, nasse Jungscharlager, was sie ’nicht umbrachte‘, sondern nur auf’s wirkliche Leben vorbereitete. (Fest und treu!!) Wir Mütter haben regelmäßig ‚die Kinder getauscht‘, um uns wechselseitig ein paar freie Stunden zu ermöglichen. Was für Zeiten .. Ich wurde ganz wehmütig, als ich die nun sehr wohl geratenen, jungen, dynamischen, ‚groß gewordenen‘ Menschen in ihrer Pracht vor mir sah .. Große Dankbarkeit erfüllte mich. Was für eine Gnade.

Fasziniert hatte mich auch die Großmutter des Bräutigams. GERDA BRANDT-SULEK (76), ihres Zeichens zünftige Niederbayerin aus Deggendorf, aber mit heißblütigen, ungarischen Wurzeln. Gerda  saß während der gottesdienstlichen Zeremonie hinter mir und mein ‚geschultes Ohr‘ nahm gemurmelte, bayrische Sprachfetzen wahr .. Ganz klar, dass ich als kurzzeitige ‚Wahlmünchnerin‘ dem sofort nachgehen musste. Ja, und es folgte eine spritzige Begegnung (die nicht am prickelnden Hochzeitssekt lag), wie man unschwer erkennen kann. Lebendigkeit und Lebensfreude ist eben keine Sache des Alters, sondern der Einstellung. Vielen Dank, Gerda für diese fröhliche, kurze Begegnung! Und ein paar warme Herzensgrüße nach Bayern.

GOTTES SEGEN ♥ dem glücklichen Brautpaar und allen Menschen, die durch dieses (neue) Ehepaar gesegnet werden.

Gerda#2
Gerda Brandt-Sulek + Mietek Sulek
NiklasNeleKarena
Karena, Niklas Benedict, Nele

KLARHEiT

Klarheit
(c) pixabay

In meiner Stuttgarter Zeit war ich befreundet mit einer Architektin. Als ich sie einmal in ihrer Wohnung besuchte, die nach allen Regeln der Feng Shui Einrichtungskunst gestaltet war, fiel mir ein Wandtatoo auf, welches sie gut sichtbar im Flur an einer prominenten Wand platziert hatte. Das Wort, welches seine Aussage in die sichtbare und in die unsichtbare Welt sendete, war: KLARHEiT. Ich nahm die Botschaft auf und trug sie in meinem Herzen.

Vor ein paar Tagen blätterte ich in meiner Bibel und fand dort einen handschriftlichen Eintrag, er datierte aus dem Herbst 2017. Dort las ich:

KLARHEiT .. Befreie Deine Wahrnehmung von jeglicher Verwirrung. Konzentriere dich auf eine entschlossene und direkte Ausdrucksweise. Sieh die Welt, wie sie ist, ohne deine Projektionen, Vorurteile und Vermutungen.

Ich weiß nicht mehr, wo ich diese Zeilen fand, vermutlich in einem schlauen Buch. Aber die Definition dieses Begriffs und diese Aufforderung hat mich beeindruckt, sonst hätte ich sie nicht in meinem Buch der Bücher verewigt.

Aller guten Dinge sind Drei – so erreichte mich ebenfalls fast zeitgleich zu meinem eigenen o.g. Bibelfund ein Artikel einer Bloggerkollegin Elvira Löber. Der Text war überschrieben mit .. na, wie könnte es anders sein .. 8 Wege zu mehr Klarheit im Leben. Bingo.

Offensichtlich befinde ich mich auf einem Weg der KLARHEiT. Ich möchte mit Euch ein paar Gedanken zum Thema KLARHEiT teilen. Als Anregung zum Nachsinnen vielleicht oder nur einfach zum Lesen im Augenblick.

SO ISSES. Wir leben in einer postheroischen Welt, die durch die voranschreitende Digitalisierung einerseits immer kleinteiliger, andererseits immer großdimensionierter wird. Zudem leben wir oft selbst durch erlittene Traumata, die uns bewusst sind oder oft eben auch nicht, ein fragmentiertes Leben, düsen aber gleichzeitig im Aussen von Ort zu Ort. Wir suchen die Freude, die Erfüllung und halten Ausschau nach unserer Reflexion, anstatt in uns selbst hineinzuschauen. Folgender Satz beschreibt die ‚maximale Verwirrung‘ sehr gut: „Wenn ich wollen dürfte, wie ich wollen wollte, dann könnte ich wollen, was ich will.“ Oder ist das nicht schon sehr kar?

WAS KÖNNTE HELFEN? Ich meine jetzt nicht die oft praktizierte, egozentrische Nabelschau. Nein. Ich meine das eigene Leben leben aus dem tiefen Bewusstsein meines Selbst sowohl eingebettet in die vertikale Verbindung mit dem Göttlichen, als auch eingebettet in die horizontale Verbindung mit meinen Menschen um mich herum.

Daraus ergibt sich: Das EiGENE leben. Mutig und klar. Schlicht, einfach, manchmal auch heldenhaft. In großer Treue zu mir selbst. Das scheint eine schwierige (Lebens-) Aufgabe zu sein, ist aber einfacher, als vermutet.

KLARHEiT .. Befreie Deine Wahrnehmung von jeglicher Verwirrung. Konzentriere dich auf eine entschlossene und direkte Ausdrucksweise. Sieh die Welt, wie sie ist, ohne deine Projektionen, Vorurteile und Vermutungen.

Für mich klingt das sehr wohltuend. Da tut sich ein Weg auf. Wenn ich mich entscheide, dies und das zu lassen, und meinem EiGENEN zu folgen. Meinem ureigenen Auftrag. Nicht mehr und nicht weiniger. Das ausgewogene Zusammenspiel von Kopf, Herz und Bauch geben mir die Koordinaten, gelenkt werde ich aus der göttlichen Sphäre. Das schließt ein, mich im Spiegel zu betrachten und auch meine Schattenseiten zuzulassen. Denn ich bin Mensch und lebe in dieser Welt getrennt vom Ursprung. Die Welt ist, wie sie ist. Und ich kann sie auch so sein lassen. Aber ich kann als klare und erlöste Frau in dieser Welt sein und wirken und so ‚meine Welt‘ um mich herum bereichern. Bis ich wieder am Ende meiner Tage in meiner göttichen Heimat angekommen sein werde.

WAS UNTERSTÜTZT? Elvira Löber, meine oben erwähnte Bloggerkollegin hat ganz praktisch 8 Schritte zu mehr Klarheit im Leben aufgezeigt. Lest den Artikel, den ich gern weiter empfehle. Meine persönlichen Schritte, um mich zu ‚entwirren‘ und zu erden sind ähnlich. Ich verrate Euch ein paar weitere: Beim Ordnen von Dingen, beim Putzen, beim Buddeln im Garten, beim Fotografieren, beim Gestalten von irgendwas konzentriert sich die Energie und gleichzeitig fällt Ballast ab. Oder ich sitze für einen Moment einfach nur herum, bin mir der göttlichen Präsenz bewusst und betrachte einen Bergkristall, der als Edelstein für KLARHEiT im Geist steht. Probiert es aus, die Wirkung ist ähnlich wie das eingangs beschriebene Wort an der Wand. Und – hier noch ein schönes Lied dazu aus alten Tagen mit einer schönen Visualisierung für klare Träume .. THE LONG ROAD.

Ich wünsche Euch klare Gedanken für die neue Woche, ein klares Handeln und ein klares Statement zu Euch selbst! Wenn Ihr mir Eure Gedanken zum Thema KLARHEiT zurückmelden wollt, freu ich mich sehr ..

bergkristall
(c) pixabay

Die Zukunft hat ein altes Herz

schönen

Vor wenigen Wochen nahm ich an einer privat organisierten „Miracle Morning Experience“  teil. Nach dem „Up Getting“ um 4:30 h empfing ich das kostbarste Geschenk des Universums – den neuen Tag. Ich hatte mir eine „Awesome Sun Observation“ ausgesucht. Ich praktizierte das „Down – Sitting“  und legte meinen Luxuskörper auf einer schnöden Decke ab, die ich in meinem 4 rädrigen Automobil gefunden hatte. Zwischendurch gönnte auch ich mir in der immer hektischer werdenden Gegenwart ein persönliches Time  – Out in Form eines „Micro – Massagings“ , als mich eine Mücke in die Wade biss. „World Receiving“ war gestern. Eine „Stunning Outdoor Challenge“ muss es schon sein, um dazuzugehören und nicht die letzten fünf Knalls überhört zu haben ..

Alles klar? Ich musste herzhaft lachen, als ich unlängst den amüsanten Artikel in dem Beilagenagazin der SÜDDEUTSCHEN  las über das Thema „Wie die Wohlfühl – Industrie aus unserem Alltag absurde Produkte macht“ und so unsere letzten Ruhezonen des Alltags erobert. Till Raether fabulierte auf’s Feinste über den Trend, alles, was dem Menschen guttut zu kommerzialisieren. Es herrscht die Masche, Banalitäten mit schicken Sprachetiketten zu versehen. So war in dem Artikel zu erfahren, dass die in den letzten Jahr (zehnten) viel zitierte „Achtsamkeit“ z.B. durch den Arzt und Medizinprofessor John Kabat – Zinn unter die Leute gebracht wurde, nachdem er jahrtausendealte Meditationspraktiken entspiritualisierte. „Achtsam“ mit sich umzugehen ist ja bekanntlich sehr schick heutzutage .. Mind – Style – Coaching (in den wie Pilze aus dem Boden schiessenden Printformaten Flow, Slow, Happinezz etc. .. nachzulesen) ist die Esoterik der wirtschaftlichen Selbstoptimierung. Sagt Till Raether. Abgesehen davon, dass sich diese Aussage umwerfend gut anhört, finde ich: Recht hat er, irgendwie anstrengend ist die ständige Aufforderung, sein bestes Selbst JETZT NEU zu kreieren, ja schon ..

Kleine Kostprobe gefällig? Ich bekenne, ich bin (schon lange) eine Anhängerin des „World Receivings“ .. das hieß früher => „Aus dem Fenster gucken“. Künftig heißt es also:

Wenn Augen die Fenster zur Seele sind, dann sind Fenster die Augen in der Seele des Universums. Empfange die Welt, indem du dich für die sinnlichen Eindrücke des reflektierenden Lichtes öffnest und dich einlässt auf das volle Spektrum seiner erfahrbaren Wellen. Finde das entsprechende Zubehör in den großen World – Receiving – Centers im aufregenden Industriegebiet, vormals Outlet der Firma Velux.

Jaaaaa, wie schöööön!! Bestimmt funktioniert auf diese neuartige Weise auch gleich das „Soul Swinging“ viiiiel besser! Am besten gleich mal ausprobieren!

„Alter Wein in neuen Schläuchen“, nennt die Bibel das. Und eine indianische Weisheit sagt dazu: DiE ZUKUNFT HAT EiN ALTES HERZ. Das klingt doch gleich ganz anders. Geruhsam. Entspannt. Traditionell. Gediegen. Wertig. Vielleicht sogar .. EWiG? Wenn wir es doch recht besehen, gibt es gar nichts NEUES mehr unter der Sonne .. Wozu hetzen und jagen wir. Wem jagen wir nach??

Was ich damit sagen will: Entspann Dich. Alles ist gut. Und es wird nicht besser dadurch, wenn Du Dich überschlägst. Also, lass in guter, alter Manier heute am Sonntag  die Seele baumeln und schau aus dem Fenster .. ViEL SPASS dabei!!

Und hier kommen noch die „Übersetzungen“ vom Anfang des Textes, einfach der Reihe nach einsetzen .. ♦ Früh – Aufsteh – Erfahrungen ♦ Aufstehen ♦ Sonnenaufgang ♦ Hinsetzen ♦ Kratzen ♦ Aus dem Fenster Schauen ♦ Spaziergang ♦ ..

Kaufhaus für MÄNNER & FRAUEN

schwein
(c) pixabay

Mein Freund aus China erzählte mir folgenden Witz, der mich doch ganz vertrackt an die im letzten Blog – Artikel beschriebenen EMOTiONSBLASEN erinnerte. Anfangs musste ich schmunzeln, dieser Witz hört sich doch an wie das Märchen vom ‚Fischer und seiner Frau‚. Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje, Buttje inne See, myne Fru de Ilsebill will nich so, as ik wol will. Die Ilsebill hat ihren armen Ehemann anscheinend auch mit schier nicht endenwollenden EMOTiONSBLASEN traktiert. Wie gewonnen, so zerrronnen. Lest bitte selbst ..

KAUFHAUS FÜR MÄNNER & FRAUEN Eine emanzipierte Frau kommt in eine Stadt und erfährt, dass es dort ein Kaufhaus für Männer und eins für Frauen gibt. Ganz neugierig möchte sie natürlich zuerst das Kaufhaus für Frauen besuchen.

In der ersten Etage öffnen sich die Fahrstuhltüren und eine angenehm klingende Männerstimme sagt: „Willkommen auf der ersten Etage! Die Männer hier haben alle einen festen Job!“ Die Frau freut sich. Das ist ja heutzutage nichts Selbstverständliches mehr! Aber andererseits, das Kaufhaus hat ja noch fünf weitere Stockwerke! Also wieder rein in den Fahrstuhl, weiter geht es! In der zweiten Etage empfängt sie wieder die Stimme: „Willkommen auf der zweiten Etage. Alle Männer hier haben einen festen Job und sehen toll aus!“ Die Frau jubelt! Super! Gleich aussteigen und einen schnappen … obwohl … Was kommt da noch?

In der dritten Etage hört sie: „Willkommen in der dritten Etage! Die Männer hier haben alle einen festen Job, sehen toll aus und lieben Kinder!“ Jetzt aber, denkt sich die Frau! Besser geht’s ja wohl nicht! Aber irgend etwas hindert sie am Aussteigen. Sie ist einfach zu neugierig, was noch so alles kommt! Also fährt sie noch ein Stockwerk höher.

„Willkommen in der vierten Etage! Die Männer hier haben alle einen festen Job, sehen toll aus, lieben Kinder und sind sehr romantisch!“ Okay, okay, denkt die Frau, jetzt haben wir alles, jetzt muss ich aussteigen. Aber andererseits .. es gibt doch noch zwei weitere Stockwerke! Wer weiß, was da noch kommt?

„Willkommen in der fünften Etage. Die Männer hier haben alle einen festen Job, sehen toll aus, lieben Kinder, sind sehr romantisch, helfen GERNE im Haushalt mit und sie fragen Frauen immer nach Ihrer Meinung!“
Die Frau kann´s nicht fassen. Dass es sowas wirklich gibt! Jackpot! Die Emanzipation hat gesiegt! Aber andererseits – nein, sie muss wissen, was es da oben im sechsten Stock noch gibt! Die Neugier bringt sie schier um! Also ab in den sechsten Stock.

Hier ändert die Männerstimme ihren Klang und bemerkt spöttisch: „Willkommen in der sechsten Etage, Ladies. Auf dieser Etage gibt es nur leider keine Männer. Sie dient lediglich zum Beweis dafür, dass Mann es Frauen niemals Recht machen kann!“

Nachdem die Besucherin diese enttäuschende Botschaft verdaut hat, ist sie natürlich umso mehr gespannt, was es wohl im Kaufhaus der Männer gibt. Sie läuft über die Straße und tritt ein. In der ersten Etage öffnen sich die Fahrstuhltüren und eine weiche Frauenstimme sagt: „Willkommen auf der ersten Etage, Jungs! Die Mädels auf dieser Etage sind alle hübsch!“ Die Frau murmelt: „Nun ja! Soweit so gut. Aber was kommt als nächstes?“. In der zweiten Etage haucht ihr eine rauchige Frauenstimme ins Ohr:
„Willkommen auf der zweiten Etage, Männer! Die Girls auf dieser Etage wollen alle Sex!“
Die Frau nimmt dies achselzuckend zur Kenntnis. Und fragt sich, was es wohl in der nächsten Etage noch gibt.

Sie schaut sich um, ob ihr jemand den Weg ins Treppenhaus zeigen kann, denn der Fahrstuhl hat keine weiteren Knöpfe mehr. Sie fasst sich ein Herz und wendet sich mit ihrer Frage an eine der sexy Verkäuferinnen.

Die aber schlägt nur groß die Augen auf und strahlt sie an: „Das 3. Stockwerk? Haben wir nicht. Weiter als zum zweiten ist bei uns noch keiner gekommen!“

♥ ♥ ♥

Uuups!!! Ist das wirklich so?  Ich habe in meinem Freundes- und Bekanntenkreis eine kleine, nicht repräsentative Umfrage gemacht, bei Männlein und Weiblein, um Meinungen zu der Varianz dieses Witzes einzuholen .. und, was meint Ihr, ist das Ergebnis .. Betretenes Kichern und ertapptes Augen – nieder – Schlagen . Ich fasse mir auch an die eigene Nase .. Daraus folgt, dass wir uns geschlechtstechnisch auch hinsichtlich unserer Werte und Bedürfnisse unterscheiden. Das kann zu Konflikten und Missverständnissen führen. Aber – ‚Gefahr‘ erkannt – ‚Gefahr‘ (zumindest etwas) gebannt …

Ich wünsche uns einen ‚Guten Einkauf‘ .. Lieben Gruß – BiRGiT

#31 Eine indianische Legende

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(c) pixabay.com

Diese beiden, reizenden Greisinnen habe ich leider nicht ‚in echt‘ treffen dürfen, sondern sie sind mir bei der Suche im WorldWideWeb begegnet, während ich auf Bildrecherche für ein anderes Thema unterwegs war. Das schöne weisse Haar, die runzlige Haut, aber vielmehr das verschmitzte Lächeln der Damen und ihre auf eine große Vertrautheit und Intimität zu schließende, zugewandte Haltung haben mein Herz angerührt. Und dies gab den Ausschlag, die beiden in meine Graue – Haare – Präsentations – Galerie aufzunehmen. Sehen sie nicht aus, wie zwei kleine, pfiffige Mädchen, die gerade etwas aushecken ..

Passend zu diesen beiden alten Frauen las ich folgende Geschichte: „Es gibt eine schöne indianische Legende von zwei alten Frauen, die ein Nomadenstamm während eines bitterkalten Winters auf einer Wanderung als unnütze Esser zurücklässt, damit sie in der Einsamkeit sterben. Die beiden Frauen sind tief verletzt. Doch dann sagt die eine: „Wir beklagen uns, sind nie zufrieden. Wir reden davon, dass es nichts zu essen gibt, und davon, wie gut es früher war, obwohl es in Wirklichkeit nicht besser war. Wir finden, dass wir schon so schrecklich alt sind. Und jetzt, nachdem wir so viele Jahre damit verbracht haben, die jüngeren Leute davon zu überzeugen, dass wir hilflos sind, glauben sie, dass wir in der Welt nicht mehr von Nutzen sind.“

Die beiden Frauen geben nicht auf. Sie kämpfen um ihr Dasein. Sie finden den Mut und den Willen, zu überleben. Und nun werden sie auf einmal zu Retterinnen für Ihren Stamm. Sie finden genügend Fische und erlegen genügend Kaninchen, um zu überleben. Sie legen einen großen Vorrat an getrockneten Fischen an. Ihr Stamm aber, der sie ausgesetzt hat, gerät in der Zwischenzeit in große Not. In seiner Verzweiflung und von schlechtem Gewissen geplagt, sendet der Häuptling Späher aus, um nach den beiden alten Frauen zu suchen. Sie finden sie schließlich wohlauf.

Zunächst verhalten sich die Frauen abweisend. Sie sind zu verletzt. Sie möchten erst prüfen, wie der Stamm zu ihnen steht. Die Späher verbürgen sich mit ihrem Leben für die alten Frauen. Daraufhin sind die Alten bereit, dem Stamm Nahrung zu liefern. Aber der Stamm soll in einiger Entfernung von ihnen wohnen. Erst nach und nach erlauben sie den Besuch der Leute. Und auf einmal entsteht eine neue Gemeinschaft.

Die beiden Alten haben nicht nur mit ihren Vorräten dem Stamm das Leben gerettet, sondern sie haben durch ihren Willen zum Durchhalten und durch ihre Weisheit dem Stamm einen neuen Umgang mit alten und schwachen Menschen ermöglicht. Die beiden alten Frauen, die zuvor wehleidig über die Beschwerden ihres Lebens jammerten, haben ungeahnte Kräfte und Fähigkeiten entwickelt. Das ist ein schönes Bild für viele alte Menschen, die im Alter manche Wehleidigkeit ablegen und Neues in sich entdecken.“ Quelle: ‚Grenzen setzen – Grenzen achten‘ von Anselm Grün/Ramona Robben

Auch das hat etwas mit RESiLiENZ zu tun, nicht wahr? Und mit ganz viel MUT und HOFFNUNG .. Einen schönen, kraftvollen .. widerstandskräftigenden Tag wünsch ich Euch .. Lieben Gruß – BiRGiT