ZUM FRÜHSTÜCK EiNEN CLOWN

cLOWN

Zurück in die Gegenwart. Thematisch. Wir feiern gerade 70 Jahre (relativen) FRiEDEN und das Grundgesetz in unserem Land. Gestern war Europawahl und ich hoffe, du hast dein Kreuzchen an der richtigen Stelle gemacht. Und so ganz nebenbei möchte ich dir doch kurz erzählen, was ich vorgestern so gemacht habe .. Bist interessiert? Dann hör kurz zu ..

Vor ein paar Wochen – während eines intensiven Streitgesprächs mit meinem Göttergatten – hatte ich die Idee, wie es denn wohl wäre, während des nächsten intensiven Streitgesprächs einfach mal eine rote Clownsnase aufzusetzen und das intensive Streitgespräch mit roter Nase weiterzuführen!! Um dem ganzen Geschwurbel eine andere, leichtere, nicht so verbissene Note zu geben!! Ist ja nicht selten, dass intensive Streitgespräche, egal mit wem man sie führt, leicht anstrengend werden und sich in einem schwindelerregenden Tempo bergabwärts bewegen. Kennst das auch? Bestimmt, gell?

Ich eilte also beflügelt von meiner superguten Idee in die Stadt und besorgte zwei rote Nasen. Und ob du es glaubst .. die Nasen lagen bis vorgestern zwar gebraucht, aber nutzlos in der Küche herum. Ich war mir sicher, meine Idee war gut!! Aber irgendwie tat’s die rote Nase allein irgendwie nicht, die intensiven Streitgespräche aller Art verliefen genauso, wie vorher .. Hmm, echt doof. Ich war ratlos. Aber die Erleuchtung war schon unterwegs! Ungefähr zu der gleichen Zeit, als ich die Idee mit der roten Nase hatte, kam eine Einladung zu einem CLOWN SEMiNAR auf mich zu. Joooo, das ist doch was! Flugs ne Anmeldung geschrieben, Freundin eingesackt – und da waren wir! Eine bunt gemischte Ansammlung von Frauen – alle gespannt wie ein Flitzebogen!!

HUMOR iST DER VERSUCH, MiCH SELBST ZUM LACHEN ZU BRiNGEN, WENN iCH GENAUSO GUT WEiNEN ODER VOR WUT AUS DER HAUT FAHREN KÖNNTE. Sagt Dr. Gisela Matthiae, unsere Clownin. Also, es ist die innere Haltung, die erleichtert, kreativ und empathisch macht!! Wer hätte das gedacht!! Ist ja nun nicht die neueste Erkenntnis unter der Sonne, aber WiE gelangt man zu dieser Haltung? WiE verwandelt sich eine bierernste Frau idealerweise in einen Scherzkeks? Und geht das überhaupt???!!! Ja, das geht. Ich kann es schlecht beschreiben, besucht ein Clownseminar! Am Besten bei GiSELA ..

Nach einem Tag geballter Clownerei verließen wir den Seminarraum mit deutlichem Kater in den Lachmuskeln und um einige Serotoninschübe bereichert. Und – ich kann dir und mir nun die Frage beantworten, warum es NUR mit der roten Nase nicht geklappt hat, die intensiven Streitgespräche mit Hinz und Kunz zu erleichtern. Ist ja auch logisch, schlau ist man erst hinterher .. Möchtest auch schlau werden und intensive Streitgespräche erleichtern? Ich verrate Dir das Geheimnis ..

Ich gebe dir ein Blitzlicht und eine Ermutigung, dir selbst eine rote Nase aufzusetzen, natürlich nur in einem Workshop!  Die geballte Energie macht’s, das musst du FÜHLEN!!! Was haben wir erlebt und gelernt? Also, wir haben komplett neue Ausdrucksweisen gelernt (die wir eigentlich aber alle schon drauf hatten, die aber nur in Vergessenheit geraten waren), wir waren komplett im Hier und Jetzt, total bei unseren Gefühlen, haben unsere inneren Kinder losgelassen und gespürt, wie schon lange nicht mehr, wir haben Verbindung aufgenommen zu uns, zu anderen und zum Publikum, wir haben ein Gespür dafür bekommen, wie Komik entsteht – auch in Situationen des Alltags! HUMOR ist nicht zu verwechseln mit dem gemeinen Scherzkeksentum! HUMOR schaut genau hin, überzeichnet liebevoll und bricht so dem aktuellen Schrecken oder Ungemach die Spitze. HUMOR ist nämlich ansich eine sehr ernste Angelegenheit.

Es hat sooo großen Spaß gemacht – und gelacht haben wir, wie schon lange nicht mehr!! Ich habe jetzt beim Autofahren immer eine rote Nase neben mir liegen. Vorsorglich. Bei der nächsten rüden Wer – nimmt – mir – denn -da – die – Vorfahrt – Attacke im Bielefelder Stadtgetümmel flugs die rote Nase aufgesetzt, im besten, akzentfreien ‚Gromolo‘ vor mich hin gestaunt und abwertungsfrei lamentiert – und so dem intensiven Streitgespräch im Straßenverkehr locker eins ausgewischt. Ohne Ärger! Muss ich noch üben. Wie sich die intensiven Streitgespräche an der Heimatfront verändern, darüber berichte ich gerne demnächst nach einer Erprobungsphase. 🙂 Erste, positive Anzeichen einer sich anbahnenden Veränderung waren jedoch sofort bemerkbar ..

DiE WiCHTiGSTE MAHLZEiT AM TAGE iST DER CLOWN. HEUTE SCHON EiNEN CLOWN GEFRÜHSTÜCKT? 🙂

 

 

 

Unser EMOTiONALES ERBE

erbe

Heute möchte ich Euch hinweisen auf eine gute Veranstaltung (in BiELEFELD) mit einem spannenden Thema, das wohl jeden von uns in der einen oder anderen Hinsicht betrifft.

LEIDER SCHON AUSGEBUCHT!!!!! THEMA iST TROTZDEM WiCHTiG!!!! ♣

Das Christliche Zentrum Bielefeld lädt Ehepaare ein: Am SAMSTAG, den 03.11.2018 in der Zeit von 09:30 – 12:00 Uhr. Es erwartet Euch ein lukullisches Frühstückbuffet und ein guter Vortrag: WENN DAS GESTERN UNSER HEUTE BEEINFLUSST . KAi MAURiTZ aus Lemgo, Pfarrer und Koordinator von mittlerweile 180 Beratungsstellen für das Weiße Kreuz, referiert zu dem Thema und erklärt die Bedeutung der Herkunftsfamilie für unsere Ehen.

HiNTERGRUND: Das Thema ‚Emotionales Erbe‘ ist zum Glück nicht neu. In den letzten Jahren ist es zunehmend mehr in den Focus geraten, wohl nicht immer, um Zustimmung zu finden von denjenigen, die meinen, ’nun müsse doch endlich mal Schluß sein mit der Vergangenheit!‘. Schluß ist, wenn wirklich Schluß ist.

Denn: Wir sind mit unserer Geburt vor X Jahren ja nicht einfach ‚vom Himmel‘ geplumbst. Sondern wir stehen eingebettet in eine Generationenfolge, die viel Schönes, aber auch viel Schreckliches erlebt hat. Der Großteil unserer deutschen Vorfahren hat zwei Weltkriege in irgendeiner Form mitgemacht. Sei es als direkt Beteiligte an der Front, aber auch das Erleben von Flucht- und Vertreibung, Vergewaltigungen, Hunger, Kälte, Angst hinterlassen unsichtbare Spuren in der Psyche und im Erbgut (Stichwort Epigenetik). Wir geben unbewusst Verhaltensweisen, grundlegende Werte und Lebenseinstellungen weiter. Erlebte, nicht aufgelöste (Kriegs – ) Traumata wirken fort und zeigen sich nicht selten erst ein, zwei Generationen später bei den Kindern oder Enkeln der traumatisierten Personen in Form von belastenden Symptomen, die oft nicht eindeutig zuzuordnen sind.

PERSÖNLiCH: Vor etlichen Jahren habe ich mich selbst zu diesem Thema auf den Weg gemacht, da im Familensystem meiner Herkunftsfamilie ein Geheimnis herrscht, welches meine Großmutter mit in’s Grab genommen hat. (Es geht hier nicht um Schuld, sondern um die Tatsache an sich). Ein dunkler Fleck in der Ahnenreihe, der systemisch so lange weiterwirkt, bis es zu einer Auflösung kommt. Meiner Meinung nach dauert es oft aus Gründen der Scham viel zu lange, als dass wir es uns trauen, uns in den Keller unseres Lebenshauses zu begeben, um dort ordentlich auszumisten. Bis der Leidensdruck dermaßen groß wird, dass es unausweichlich wird. Was wir da an ‚Leichen im Keller‘ finden, ist oft nicht so zerstörend, wie es wäre, wenn sich das Schleichgift weiter und weiter auswirken könnte, wenn wir es nicht aufgedeckt und unschädlich gemacht hätten. Sprich: Es lohnt sich unbedingt, hinzugucken und die Decke des Schweigens zu lüften. Es ist eine dankbare Arbeit, die wir nicht nur für uns selbst tun, sondern auch zum Wohl unserer Nachkommen. Denn mit der Lösung kommt verschüttete Lebensenergie im System wieder zum Fließen, die natürliche Ordnung wird wieder hergestellt. Energie, die für die Unterdrückung der Symptome verbraten wurde, steht neu zur Verfügung.

ERFAHRUNG: Sehr berührend ist es, zu erleben, wenn sich in Familienaufstellungen z.B. sogar noch über 80 – Jährige ihrer Vergangenheit stellen und auf der Gespürsebene das erleben dürfen, was sie über Jahre verdrängt, aber stets ‚gewusst‘ haben. Es ist nie zu spät, die Weichen noch einmal neu zu stellen! Unser Körper lügt nicht, wir dürfen unseren Körperwahrnehmungen trauen, sie sind zuverlässige Detektoren. Oft haben wir es (aus Gründen unseres Selbstschutzes) verlernt, auf die feinen Signale und Empfindungen unseres Körpers zu achten. Unser Verstand übernimmt das Kommando und erzählt unserem Körper, wie er zu fühlen hat. Was für ein Unfug! Aber in dieser industrialisierten, funktionalen Welt, in der wir momentan leben, total normal!! Ich selbst kann mich noch sehr gut an das Schaudern, das Rieseln erinnern, das mir durch die Glieder fuhr, als ich vor Jahren mein erstes Buch zu dem Thema kaufte. ‚Kriegsenkel‘ von Susanne Bode.  Ich wußte, mein Körper gab mir den richtigen Hinweis. Das war der Beginn einer langen, mühsamen, oft schmerzhaften, aber unbedingt lohnenswerten inneren Reise.

Wer nun nicht das Glück hat, in BiELEFELD zu leben (jaja .. es ist doch schon manchmal ein ‚Privileg‘ in einer Stadt zu wohnen, die es nicht gibt …) und nicht an dem Frühstück mit Vortrag teilnehmen kann, der kann sich ja mal hier zum Thema kundig tun ..

Methode der Aufstellung FRANZ RUPPERT, München – ich habe zahlreiche Bücher von ihm gelesen und einige Themen bei ihm persönlich aufgestellt. Die Ergebnisse waren alle zutreffend und nachhaltig. Ich halte ihn für den fähigsten Aufsteller im deutschsprachigen Raum. Sein Credo:

„Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antworten hinein.“ Rainer Maria Rilke

Artikel in der ZEiTDas zähe Seelenerbe des Zweiten Weltkriegs

♣ Unser Körper – Aufsatz von Alice Schultze – Kraft

„Unser Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.“ Christian Morgenstern

Wege zur LebensfreudeAnne Kathrin Frihs, Berlin – mir persönlich bekannte, bodenständige Expertin ‚ohne Federn auf dem Kopf‘ zum Thema Generationenübergreifendes Erbe

 

Der kleine DiAMANT auf dem Weg in die Freiheit ..

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Es war einmal ein kleiner, feiner, funkelnder Diamant. Er war von bezaubernder Gestalt, von lupenreiner Qualität, er besaß einen Schliff, der darauf schließen ließ, dass ein begnadeter Künstler ihn liebevoll und sehr akribisch behandelt hatte. Damit er funkelte und strahlte.  Der kleine Diamant war von unschätzbarem Wert, denn er hatte das bestimmte ‚Feuer‘ in sich, das jeden Edelstein zu einem ‚edlen Stein‘ macht.

Der kleine Diamant war sich seiner eigenen Schönheit jedoch nicht wirklich bewusst. Denn er steckte schon seit Urzeiten in einem ‚Goldenen Käfig‘. Dieser Käfig hing zwar in angenehmer Umgebung, inmitten des Schatten spendenden Blätterwerks grüner Bäume in der Sonne, dort funkelte und glitzerte der Diamant. Aber seine Aussicht war begrenzt durch die goldenen Gitterstäbe. ‚Naja‘, sagte sich der kleine Diamant, ‚die Stäbe meines Käfigs sind aus purem Gold, das ist ein wertvolles Material! Nicht jeder besitzt schon einen Goldenen Käfig!‘. Aber das Herz des kleinen Diamants war nicht wirklich glücklich. Und seine volle Strahlkraft konnte er so auch nicht wirklich entwickeln. Denn durch den Käfig um ihn herum war es schwierig, ihn zu putzen und zu polieren. Man kam einfach nicht an ihn ran!

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Dieses unglückliche Herz des traurigen, kleinen Diamanten wurde von einer guten Fee bemerkt. ‚Oh, ich kann es nicht mit ansehen, wie dieser kleine, wertvolle Diamant so stumpf in dem Goldenen Käfig herumhängt. Was für eine Verschwendung von Potential!? Ein Diamant ist ein Solitär! Er gehört, wenn überhaupt, in eine Goldene Fassung, aber nicht in einen Goldenen Käfig!‘. Die gute Fee hatte das Problem erkannt und zufällig hatte sie ein passendes Werkzeug dabei, um die goldenen Gitterstäbe auseinanderzubiegen.

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So wurde der kleine Diamant befreit. Das war beileibe kein schneller und einfacher, auch kein schmerzloser Prozess. Aber nach und nach wurde die Öffnung des Käfigs größer und größer – und plötzlich war sie weit genug, dass der Diamant durch das Loch im Goldenen Käfig einfach hindurchpurzeln konnte! ‚Bin ich jetzt frei??‘, fragte der kleine Diamant zaghaft. Die gute Fee schmunzelte, wusch den Diamanten mit kristallkarem Wasser, trocknete ihn liebevoll ab und polierte ihn zum Schluß, dass er nicht nur funkelte, sondern sogar Funken sprühte in allen Farben des Regenbogens. ‚Ja, kleiner Diamant‘, sagte die gute Fee. ‚Du verkörperst nun das, was dein Schöpfer in dir schon immer gesehen hat.‘ Nun lag der kleine Diamant klar und rein in der Sonne. Und durfte sein, was er schon immer war …

Es war einmal ein kleiner, feiner, funkelnder Diamant. Er war von bezaubernder Gestalt, von lupenreiner Qualität, er besaß einen Schliff, der darauf schließen ließ, dass ein begnadeter Künstler ihn liebevoll und sehr akribisch behandelt hatte. Damit er funkelte und strahlte.  Der kleine Diamant war von unschätzbarem Wert, denn er hatte das ‚FEUER GOTTES‘ in sich, das EWiG ist und das jeden Edelstein zu einem ‚edlen Stein‘ macht. 

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‚Fürchte Dich nicht! Ich habe dich ERLÖST. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein. Wo du auch hingehst, ich bin bei dir. Was auch geschieht, ich lasse dich nicht allein.‘ Das spricht Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde zu einem Jeden, der sich danach sehnt und iHM vertraut. [Die Bibel, Jesaja 43:1ff]

Wie oft bemerken wir gar nicht, dass wir selbst in einem Goldenen Käfig stecken aus Angst, alten Glaubenssätzen, verletzten Emotionen, Vorstellungen, wie etwas zu sein hätte, Interpretationen, Emotionsblasen .. Wie oft werden wir aber auch von anderen in einen golden Käfig gesteckt und bemerken lange Zeit das Muster nicht, fühlen uns nur irgendwie unwohl und eingesperrt. – Oder wie oft stecken wir andere in eben diesen Goldenen Käfig, indem wir unsichtbare Erwartungen an sie stellen, kontrollieren, subtil manipulieren ..

Es braucht Aufmerksamkeit, einen klaren Geist und eine stabile Mitte, einen liebevollen Umgang mit uns selbst, um die Gitterstäbe zu erkennen, zu benennen und auseinander zu biegen [biegen zu lassen]. Manchmal kommt die Unterstützung in Form einer guten Fee, die manchmal eine liebe [Spiegel-] Person sein kann, aber auch der Heilige Geist ‚als bester Coach wo gibt‘ ist eine unübertroffene Hilfe.

Viel Spaß mit diesem kleinen Märchen – und viel Spaß beim Funkeln ..

PS: Diese Geschichte ist mir eingefallen, als ich das Glasprisma in dem ‚Goldenen Käfig’ sah. Der Text sowie die Fotos stehen unter meinem Copyright, dürfen aber gern kopiert werden. Bitte gebt mir eine kurze Nachricht, wenn Ihr den Text oder die Fotos verwendet. Dankeschön.