WESENTLiCH WERDEN

Am heutigen Valentinstag feiern und versichern sich Millionen von sich liebenden Paaren ihre LiEBE. Auch wenn es sich doch eher um einen geschaffenen ‚Marketingtag‘ handelt – wie schön und wie dankbar können wir sein, wenn wir zu zweit durchs Leben gehen dürfen und jemanden haben, mit dem wir alles teilen können. Das Gute sowie auch das Schlechte.

Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, den Valentinstag mit einem Mann zu verbringen, der vor mehr als 2000 Jahren gelebt hat – und der immer noch ANWESEND ist? Der der Mann deines Lebens sein könnte, einer der dich in und auswendig kennt und alles von dir weiß? Ein Mann, der bei jeder Tat und Untat, die du in deinem Leben veranstaltet und erlebt hast, anwesend war, der gesehen hat, wie traurig und verzweifelt du gewesen bist, der aber auch deine herzerfrischendsten Momente mitgekriegt hat, ja vielleicht sogar verursacht hat. Kannst du dir das vorstellen? Ein Mann, der ALLES VON DiR WEiSS – und dich (trotzdem) grenzenlos liebt. Kannst du das spüren? Ist DAS vielleicht deine größte Sehnsucht, so einen Mann zu treffen?

Charlotte #2
(c) Gütersloher Verlagshaus 2018

GOTT BESUCHT UNS HÄUFiG – ABER MEiSTENS SiND WiR NiCHT ZU HAUSE.

Durch eine liebe Nachbarin, eine reizende, alte Dame bin ich auf dieses Buch gestossen. Eine Rezension war kürzlich in der altehrwürdigen FAZ abgedruckt. Beeindruckt durch diesen Artikel bestellte ich mir das Buch. Charlotte Røhrt, eine dänische Erfolgsjournalistin, von Berufs wegen eher rational und im Alltag so gar nicht christlich unterwegs, ‚trifft‘ völlig unvorbereitet in einer andalusischen Kapelle auf den Mann ihres Lebens – JESUS. Und sie beschließt, ein Buch über diese Begegnung zu schreiben. Es handelt sich hierbei um keinen Schmonzettenroman, kein rührseliges Stück a là Rosamunde Pilcher. Es ist ein Tatsachenbericht. So abenteuerlich es sich auch anhören mag. Charlotte Røhrt erlebt etwas Außergewöhnliches, Unerklärbares, Großartiges und macht sich auf die Suche nach Antworten – die es bei diesen Phänomenen schwerlich geben kann.

Es ist schon manchmal komisch, dass man Dinge, die man selbst so oder ähnlich erlebt hat, unter Umständen erst so richtig glauben kann, wenn andere darüber schreiben. Als ich das Buch verschlang – und oft musste ich es gleichzeitig aus den Händen legen – war mir, als erzählte Charlotte Røhrt meine eigene Geschichte. Mystische Gotteserfahrungen wie Hildegard von Bingen, wie Paulus von Tharsus, wie Theresa von Avila sie machen durften, gehören nicht ausschließlich in vergangene Jahrhunderte. Nein. Jetzt und heute ist die LiEBE GOTTES persönlich erfahrbar für jeden von uns und immer ein Geschenk, das das Leben der Personen komplett auf den Kopf stellt. Das HERZ beginnt zu beben .. Dieser Gott ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Und ER ist sehnsüchtig und brennend interessiert an uns ..

WAS iST DiE MESSAGE DES BUCHES? Es geht um die LiEBE, selbstverständlich. Die dänische Autorin stellt fest, dass in unserer Zeit der intellektuelle Weg, sich naturwissenschaftlich zu beweisendes und logisch aufgebautes Wissen anzueignen, als das Non – Plus – Ultra gilt. Das ist die in der westlichen Welt vorherrschende Methode. Die zweite Möglichkeit, sich Wissen anzueignen, entsteht durch die LiEBE und EiNHEiT MiT GOTT. Beides ergänzt sich. Welche Methode entwicklungsbedürftig ist, ist selbsterklärend. Herzensbildung und eine sinnliche, körperlich erfahrbare Spiritualität ist im wahrsten Sinne des Wortes not – wendig.

Das Buch hat mich tief berührt, verändert und ich kann es allen sehnsüchtig Suchenden, aber auch allen eher nüchtern denkenden Rationalisten sehr an’s Herz legen. Es ist geschrieben von einer Mystikerin der Gegenwart, obwohl sich die Autorin selbst nicht so bezeichnet. Wenn du deine Nase in das Buch stecken solltest – dann eine gute Reise nach iNNEN. Du wirst nach der Lektüre nicht mehr die selbe sein .. Versprochen.

iCH WAGTE ALLES iN EINEM ABENTEUER DER LiEBE. Johannes vom Kreuz

Charlotte #1
(c) Gütersloher Verlagshaus 2018

BERLiN, BERLiN ..

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(c) Birgit Annette Scholz 2018

.. wir fahren nach BERLiN!! Am vergangenen Wochenende durfte ich etwas Besonderes erleben – ich war als Haus- und Hof Fotografin des MGV Concordia St. Annen zusammen mit 36 Männern auf Tour unterwegs in unserer Hauptstadt BERLiN. Der Männergesangverein feierte in diesem Jahr sein 120 – jähriges Jubiläum (zu dem wir die Mannschaft übrigens mit neuen, hellblauen Oberhemden von SEiDENSTiCKER ausgestattet hatten). Im Mai veranstaltete der Verein aus diesem Anlass ein ausgesprochen gut besuchtes Kreissängerfest, auf dem befreundete Chöre aus Nah und Fern mit Gesangsdarbietungen gratulierten und ihr stimmliches Können darboten. Ein Ereignis!!

Zum Abschluss des ‚Jubeljahres‘ organisierte der Vorstand des Vereins unter der Leitung von Eberhard Richter eine BERLiN – ViSiTATiON vom Feinsten. Und ich durfte sozusagen als ‚Henne im Korb‘ dabei sein und das Geschehen 24/7 in Bild und Ton festhalten.

Das absolute Highlight der Tour erlebten wir  im Reichstag. Nachdem wir auf dem rund gewundenen Steg der Doppelhelix die Plattform in der gläsernen Kuppel erklommen hatten und die Aussicht über die Hauptstadt bei strahlendem Licht geniessen konnten, folgte der eigentliche Auftritt. Singen über den Wolken .. von BERLiN. Nach einigem Bibbern und Beten – der Sicherheitsdienst war nicht so begeistert von unserer Idee – stimmten die Chor – Männer zwei Lieder an. Die Zuschauer sammelten sich – und vergaßen das Atmen. Es war eine einzigartige Performance. Die Töne donnerten gleichsam kraftvoll aus den Kehlen der Männer, sammelten sich in der Kuppel, wurden vielfach reflektiert von den Glaswänden, entschwanden als Botschafter in den Himmel über BERLiN – und landeten durch den riesigen, verspiegelten Trichter, der als Belüftungsanlage des Reichstages dient, direkt im Plenarsaal, wie wir später von Besuchern, die sich zu dem Zeitpunkt dort aufhielten, begeistert zu hören bekamen. Das war ein magischer Moment, der nicht nur mir die Tränen in die Augen trieb.

Ein schöner Tag! Die Welt steht still, ein schöner Tag!
Komm, Welt, laß dich umarmen, welch ein Tag!
(Laß dich umarmen, welch ein Tag!)
Denn du bist da, und jeder Traum zum Greifen nah.
Das Glück hat einen Namen, welch ein Tag!

Was soll ich sagen, es war .. SUPER!!! Manche Frauen machen eine Haarkur, manche Männer eine Hopfen- oder Wacholderkur 😉 .. und ich habe eine ‚Männerkur‘ gemacht – und es in vollen Zügen genossen. Das Programm war dicht getaktet und eine Herausforderung! Neben obligatorischer Spreefahrt durch das Regierungsviertel, Besuch des Reichstags und des Olympiastadions, Stadtrundfahrt und etlicher Zwischenstopps an einer der 10.000 Currywurstbuden Berlins, stand natürlich das SiNGEN ganz oben auf der Agenda. Gesungen wurde, wo es die Akustik hergab: Einen wunderbar fetzigen Abend mit Tanzeinlage des Dirigenten Jörg Niederbudde + Bekanntschaft hatten wir in Berlin’s Brauhaus Lemke am Hackeschen Markt. Das Münchner Hofbräuhaus war da leider nicht so spontan und verpasste demnach unvergleichliche Momente der Lebensfreude .. Egal, da kann man nüscht machen .. Passanten im U – Bahnschacht Alexanderplatz gehörten zu unserem begeisterten Publikum, wie auch die Besucher unserer Stamm – Currywurst – Bude ‚Baude‘ am Gesundbrunnen. Es war die Wucht in Tüten!! Diesen Berlin – Trip werden wir alle nicht vergessen!!

Hier könnt ihr noch mehr erfahren ..

BiLDERGALERiE MGV Concordia St. Annen

OSNABRÜCKER ZEiTUNG

FACEBOOK MGV Concordia St. Annen

Wer hier in der Nähe wohnt (Raum Bielefeld/Herford/Melle) und den Männer Gesangverein MGV Concordia St. Annen live erleben möchte, kann das am 2. Advent, am 09. Dezember 2018 ab 17:00 Uhr in der Dorfkirche in St. Annen – Schiplage. Herzliche Einladung. Aber bitte frühzeitig da sein – die Sitzplätze sind begehrt! Nach diesem Berliner Auftritt allemal ..

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(c) Birgit Annette Scholz 2018
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(c) Birgit Annette Scholz 2018
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(c) Birgit Annette Scholz 2018
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(c) Birgit Annette Scholz 2018

Unser EMOTiONALES ERBE

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Heute möchte ich Euch hinweisen auf eine gute Veranstaltung (in BiELEFELD) mit einem spannenden Thema, das wohl jeden von uns in der einen oder anderen Hinsicht betrifft.

LEIDER SCHON AUSGEBUCHT!!!!! THEMA iST TROTZDEM WiCHTiG!!!! ♣

Das Christliche Zentrum Bielefeld lädt Ehepaare ein: Am SAMSTAG, den 03.11.2018 in der Zeit von 09:30 – 12:00 Uhr. Es erwartet Euch ein lukullisches Frühstückbuffet und ein guter Vortrag: WENN DAS GESTERN UNSER HEUTE BEEINFLUSST . KAi MAURiTZ aus Lemgo, Pfarrer und Koordinator von mittlerweile 180 Beratungsstellen für das Weiße Kreuz, referiert zu dem Thema und erklärt die Bedeutung der Herkunftsfamilie für unsere Ehen.

HiNTERGRUND: Das Thema ‚Emotionales Erbe‘ ist zum Glück nicht neu. In den letzten Jahren ist es zunehmend mehr in den Focus geraten, wohl nicht immer, um Zustimmung zu finden von denjenigen, die meinen, ’nun müsse doch endlich mal Schluß sein mit der Vergangenheit!‘. Schluß ist, wenn wirklich Schluß ist.

Denn: Wir sind mit unserer Geburt vor X Jahren ja nicht einfach ‚vom Himmel‘ geplumbst. Sondern wir stehen eingebettet in eine Generationenfolge, die viel Schönes, aber auch viel Schreckliches erlebt hat. Der Großteil unserer deutschen Vorfahren hat zwei Weltkriege in irgendeiner Form mitgemacht. Sei es als direkt Beteiligte an der Front, aber auch das Erleben von Flucht- und Vertreibung, Vergewaltigungen, Hunger, Kälte, Angst hinterlassen unsichtbare Spuren in der Psyche und im Erbgut (Stichwort Epigenetik). Wir geben unbewusst Verhaltensweisen, grundlegende Werte und Lebenseinstellungen weiter. Erlebte, nicht aufgelöste (Kriegs – ) Traumata wirken fort und zeigen sich nicht selten erst ein, zwei Generationen später bei den Kindern oder Enkeln der traumatisierten Personen in Form von belastenden Symptomen, die oft nicht eindeutig zuzuordnen sind.

PERSÖNLiCH: Vor etlichen Jahren habe ich mich selbst zu diesem Thema auf den Weg gemacht, da im Familensystem meiner Herkunftsfamilie ein Geheimnis herrscht, welches meine Großmutter mit in’s Grab genommen hat. (Es geht hier nicht um Schuld, sondern um die Tatsache an sich). Ein dunkler Fleck in der Ahnenreihe, der systemisch so lange weiterwirkt, bis es zu einer Auflösung kommt. Meiner Meinung nach dauert es oft aus Gründen der Scham viel zu lange, als dass wir es uns trauen, uns in den Keller unseres Lebenshauses zu begeben, um dort ordentlich auszumisten. Bis der Leidensdruck dermaßen groß wird, dass es unausweichlich wird. Was wir da an ‚Leichen im Keller‘ finden, ist oft nicht so zerstörend, wie es wäre, wenn sich das Schleichgift weiter und weiter auswirken könnte, wenn wir es nicht aufgedeckt und unschädlich gemacht hätten. Sprich: Es lohnt sich unbedingt, hinzugucken und die Decke des Schweigens zu lüften. Es ist eine dankbare Arbeit, die wir nicht nur für uns selbst tun, sondern auch zum Wohl unserer Nachkommen. Denn mit der Lösung kommt verschüttete Lebensenergie im System wieder zum Fließen, die natürliche Ordnung wird wieder hergestellt. Energie, die für die Unterdrückung der Symptome verbraten wurde, steht neu zur Verfügung.

ERFAHRUNG: Sehr berührend ist es, zu erleben, wenn sich in Familienaufstellungen z.B. sogar noch über 80 – Jährige ihrer Vergangenheit stellen und auf der Gespürsebene das erleben dürfen, was sie über Jahre verdrängt, aber stets ‚gewusst‘ haben. Es ist nie zu spät, die Weichen noch einmal neu zu stellen! Unser Körper lügt nicht, wir dürfen unseren Körperwahrnehmungen trauen, sie sind zuverlässige Detektoren. Oft haben wir es (aus Gründen unseres Selbstschutzes) verlernt, auf die feinen Signale und Empfindungen unseres Körpers zu achten. Unser Verstand übernimmt das Kommando und erzählt unserem Körper, wie er zu fühlen hat. Was für ein Unfug! Aber in dieser industrialisierten, funktionalen Welt, in der wir momentan leben, total normal!! Ich selbst kann mich noch sehr gut an das Schaudern, das Rieseln erinnern, das mir durch die Glieder fuhr, als ich vor Jahren mein erstes Buch zu dem Thema kaufte. ‚Kriegsenkel‘ von Susanne Bode.  Ich wußte, mein Körper gab mir den richtigen Hinweis. Das war der Beginn einer langen, mühsamen, oft schmerzhaften, aber unbedingt lohnenswerten inneren Reise.

Wer nun nicht das Glück hat, in BiELEFELD zu leben (jaja .. es ist doch schon manchmal ein ‚Privileg‘ in einer Stadt zu wohnen, die es nicht gibt …) und nicht an dem Frühstück mit Vortrag teilnehmen kann, der kann sich ja mal hier zum Thema kundig tun ..

Methode der Aufstellung FRANZ RUPPERT, München – ich habe zahlreiche Bücher von ihm gelesen und einige Themen bei ihm persönlich aufgestellt. Die Ergebnisse waren alle zutreffend und nachhaltig. Ich halte ihn für den fähigsten Aufsteller im deutschsprachigen Raum. Sein Credo:

„Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antworten hinein.“ Rainer Maria Rilke

Artikel in der ZEiTDas zähe Seelenerbe des Zweiten Weltkriegs

♣ Unser Körper – Aufsatz von Alice Schultze – Kraft

„Unser Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.“ Christian Morgenstern

Wege zur LebensfreudeAnne Kathrin Frihs, Berlin – mir persönlich bekannte, bodenständige Expertin ‚ohne Federn auf dem Kopf‘ zum Thema Generationenübergreifendes Erbe

 

Gibt es doch .. BiELEFELD!

Wilsberg
(c) ZDF 2018

Soll ich Euch etwas verraten? Psst, aber nicht weitersagen … ‚Wilsberg‘ ermittelt demnächst in der Stadt, die es gar nicht gibt! In BiELEFELD. Ja, wirklich!! Aber – auch soviel sei verraten, diese ‚Freundliche Baustelle am Teutoburger Wald‘, die seit nunmehr 31 Jahren meine Heimat ist, gehört zu den Städten, die mir irgendwie an’s Herz gewachsen sind. Ich lebe freiwillig hier ( .. nein, ich bin wirklich in keinem Zeugenschutzprogramm ..). BiELEFELD ist nicht München – aber die ostwestfälischen Eigenheiten (wie zum Lachen in den Keller zu gehen, ausgesprochen bodenständig zu sein und die weltbesten Püfferchen zu backen!!) haben es in sich! Wirklich, wirklich!!

Gestern waren wir, mein Mann und ich – in Biiiielefeld, wo sonst – zum Casting für einen der nächsten ‚Wilsberg – Krimi’s‘, der im Oktober in Bielefeld gedreht wird. Was soll ich sagen, nachdem ich meinen Auskunftsbogen ausgefüllt hatte und noch bevor der Fotograf die Chance hatte, mich für ein Probefoto abzulichten, wurde ich unter Hunderten vom Fleck weg als Komparsin engagiert. Uups! Na denn ..

Also – unserer ‚Karriere‘ als ‚Fernsehstars‘ steht nun nix mehr im Wege .. Als passionierte Wilsberg – Krimi – Gucker freuen wir uns natürlich, am Set dabei sein zu dürfen. Ich werde berichten .. Aber nun, Schwamm drüber und alles schnell vergessen. Ist ja eigentlich geheim .. 😉 .

Liebefeld

Die Zukunft hat ein altes Herz

schönen

Vor wenigen Wochen nahm ich an einer privat organisierten „Miracle Morning Experience“  teil. Nach dem „Up Getting“ um 4:30 h empfing ich das kostbarste Geschenk des Universums – den neuen Tag. Ich hatte mir eine „Awesome Sun Observation“ ausgesucht. Ich praktizierte das „Down – Sitting“  und legte meinen Luxuskörper auf einer schnöden Decke ab, die ich in meinem 4 rädrigen Automobil gefunden hatte. Zwischendurch gönnte auch ich mir in der immer hektischer werdenden Gegenwart ein persönliches Time  – Out in Form eines „Micro – Massagings“ , als mich eine Mücke in die Wade biss. „World Receiving“ war gestern. Eine „Stunning Outdoor Challenge“ muss es schon sein, um dazuzugehören und nicht die letzten fünf Knalls überhört zu haben ..

Alles klar? Ich musste herzhaft lachen, als ich unlängst den amüsanten Artikel in dem Beilagenagazin der SÜDDEUTSCHEN  las über das Thema „Wie die Wohlfühl – Industrie aus unserem Alltag absurde Produkte macht“ und so unsere letzten Ruhezonen des Alltags erobert. Till Raether fabulierte auf’s Feinste über den Trend, alles, was dem Menschen guttut zu kommerzialisieren. Es herrscht die Masche, Banalitäten mit schicken Sprachetiketten zu versehen. So war in dem Artikel zu erfahren, dass die in den letzten Jahr (zehnten) viel zitierte „Achtsamkeit“ z.B. durch den Arzt und Medizinprofessor John Kabat – Zinn unter die Leute gebracht wurde, nachdem er jahrtausendealte Meditationspraktiken entspiritualisierte. „Achtsam“ mit sich umzugehen ist ja bekanntlich sehr schick heutzutage .. Mind – Style – Coaching (in den wie Pilze aus dem Boden schiessenden Printformaten Flow, Slow, Happinezz etc. .. nachzulesen) ist die Esoterik der wirtschaftlichen Selbstoptimierung. Sagt Till Raether. Abgesehen davon, dass sich diese Aussage umwerfend gut anhört, finde ich: Recht hat er, irgendwie anstrengend ist die ständige Aufforderung, sein bestes Selbst JETZT NEU zu kreieren, ja schon ..

Kleine Kostprobe gefällig? Ich bekenne, ich bin (schon lange) eine Anhängerin des „World Receivings“ .. das hieß früher => „Aus dem Fenster gucken“. Künftig heißt es also:

Wenn Augen die Fenster zur Seele sind, dann sind Fenster die Augen in der Seele des Universums. Empfange die Welt, indem du dich für die sinnlichen Eindrücke des reflektierenden Lichtes öffnest und dich einlässt auf das volle Spektrum seiner erfahrbaren Wellen. Finde das entsprechende Zubehör in den großen World – Receiving – Centers im aufregenden Industriegebiet, vormals Outlet der Firma Velux.

Jaaaaa, wie schöööön!! Bestimmt funktioniert auf diese neuartige Weise auch gleich das „Soul Swinging“ viiiiel besser! Am besten gleich mal ausprobieren!

„Alter Wein in neuen Schläuchen“, nennt die Bibel das. Und eine indianische Weisheit sagt dazu: DiE ZUKUNFT HAT EiN ALTES HERZ. Das klingt doch gleich ganz anders. Geruhsam. Entspannt. Traditionell. Gediegen. Wertig. Vielleicht sogar .. EWiG? Wenn wir es doch recht besehen, gibt es gar nichts NEUES mehr unter der Sonne .. Wozu hetzen und jagen wir. Wem jagen wir nach??

Was ich damit sagen will: Entspann Dich. Alles ist gut. Und es wird nicht besser dadurch, wenn Du Dich überschlägst. Also, lass in guter, alter Manier heute am Sonntag  die Seele baumeln und schau aus dem Fenster .. ViEL SPASS dabei!!

Und hier kommen noch die „Übersetzungen“ vom Anfang des Textes, einfach der Reihe nach einsetzen .. ♦ Früh – Aufsteh – Erfahrungen ♦ Aufstehen ♦ Sonnenaufgang ♦ Hinsetzen ♦ Kratzen ♦ Aus dem Fenster Schauen ♦ Spaziergang ♦ ..

Die ‚WEiSSE ROSE‘

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Drei weisse Rosen – gegen die Diktatur des Nationalsozialismus .. Im vergangenen Sommer durfte ich kurz die neue Ausstellung in der Maximilian Universität in München besuchen, wo die Geschwister Scholl und ihre Mitstreiter die Flugblätter im Lichthof verteilt hatten.

„Was wir sagten und schrieben, denken ja so viele. Nur wagen sie nicht, es auszusprechen,“ sind die Worte von Sophie Scholl. Bemerkenswert souveräne und erschütternde Worte, und irgendwie auch von einer nicht zu verleugnenden Aktualität. Die junge Frau, damals 21 Jahre alt, die mit einem „strahlenden Lächeln, als schaue sie in die Sonne“ zu ihrer Hinrichtung ging, verstört und beeindruckt zugleich mit ihrer Klarheit. Sophie Scholls allerletzte Botschaft aber haben weder die Gefängniswärter noch die Gestapo entdeckt. Selbst Inge Aicher-Scholl, die Schwester von Hans und Sophie, bemerkte sie erst Jahrzehnte später – auf der Rückseite der Anklageschrift. Mit Bleistift steht dort in kunstvollen Schwüngen geschrieben: „Freiheit.“ 

Die gewaltsame Ermordung der Widerstandskämpfer Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst durch Nazi – Schergen jährt sich am heutigen Tag zum 75. Mal. Ich möchte daran erinnern. Weil es wichtig ist, nicht zu vergessen.

#2

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#4

# MeToo

metoo

Ich auch.

Ja, ich auch.

Ich bin mutig und sage: Ich auch.

Causa Weinstein. Manchmal reicht es schon aus, emotional durch Worte und/oder Taten belästigt zu werden. In einem Alter, in dem man jung, unfertig, unsicher und noch voll mit Komplexen ist, um einen kleinen, mittleren oder großen seelischen Schaden davon zu tragen. Tatort Schule. Es reicht aus, wenn ein Referendar/Lehrer den professionellen (emotionalen) Abstand zur Schülerin nicht wahrt, provokante, sarkastische Andeutungen macht, mit denen frau (noch) nicht umgehen kann. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen. Dies passiert Mädchen heutzutage 100.000 fach immer noch, ohne dass es bemerkt wird. Aber es brennt Löcher in die Seele.

Da hilft der arrogante Kommentar der (von mir bisher sehr geschätzten) Schauspielerin Hannelore Elsner, den sie für ihre jungen Kolleginnen parat hat, um gewisse ‚Karriereförderungsmaßnahmen‘ zu umgehen, sehr wenig. Sie rät (SZ vom 21.10.2017, #Hinter den Kulissen, Zitat leider nur sinngemäß): ‚Auch junge Schauspielerinnen müssen innerlich die Stärke haben, sich solchen Forderungen, Anspielungen zu widersetzen.‘ ‚In ihrer 50-jährigen Karriere habe sie viel mitbekommen. „Wissen tun es sowieso alle.“ Ihr selbst sei nie etwas passiert, da sie frühzeitig entschieden habe, niemals Erfolg „über die Besetzungscouch“ haben zu wollen.‘ (Zitat SZ) … Ach ja?? Ist sie den jungen, betroffenen Kolleginnen zumindest beigestanden?

Missbrauch ist ein großes Wort. Wo fängt er an? Was passiert ‚Hinter den Kulissen‘ noch so alles? Dazu fällt mir der vor ein paar Wochen gezeigte Tatort ‚Hardcore‘ aus München über die Pornoszene ein .. Ich schreibe hier in diesem Blog auch über Selbstwert und Selbstachtung. Ich möchte dazu beitragen, dass diese Werte bei uns Frauen gestärkt werden. Ohne Männer zu diskriminieren und zu bewerten. Aber seien wir doch bitte alle sensibel und achten aufeinander!!

Kürzlich las ich ein wunderbares Statement der Schweizer Sexologin Veronika Schmidt, das auch in diesen Kontext passt, welches ich nicht besser in Worte hab fassen können und deshalb hier sehr gern wiedergeben möchte.

„Wie können wir unsere Welt wieder menschlicher machen? Nur, indem wir beginnen, uns ebenfalls in aller Selbstverständlichkeit auf unsere Weise auf dieser Erde zu bewegen und einzubringen, uns nicht mehr einschüchtern lassen, gegen Unrecht aufbegehren, unsere Stimme erheben und auf unserem Dasein und unserem Einfluss bestehen.

Aber nicht in einer das Männliche auschliessenden, sondern in integrierender Weise. Manche Männer benötigen unser Aufbegehren, unsere Zurechtweisung, unsere Stopp-Tafeln, weil sie sich tatsächlich daneben benehmen und Macht gierig anhäufen. Aber Männer brauchen vor allem unsere Wertschätzung und unseren Respekt. Und die Ermutigung, sich eine gesunde Männlichkeit anzueignen, deren Stärke sich nicht aus der Erniedrigung speist.“