MARSCH des LEBENS

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Am 08. Mai 1945 wurde der Zweite Weltkrieg offiziell als beendet erklärt. Unsägliches Leid hat dieses martialische Geschehen, das von Deutschem Boden ausging und das sich über den ganzen europäischen Kontinent und darüber hinaus erstreckte, nach sich gezogen. In den Genen der Nachgeborenen derer, die den Krieg miterlebt haben, hat sich das erlittene Leid als Opfer, aber auch das Leid, das als Täter ausgeübt oder erlitten wurde, tief eingebrannt. Schuld verschwand in vielen Familien aus Scham oft unter einer ‚Decke des Schweigens‘. Oft bis in die heutige Gegenwart. Zu schmerzlich war und ist es, sich den Realitäten zu stellen. Als emotionales Erbe wird diese Schuld in nachfolgende Generationen weiter getragen. Ob man sich dessen bewusst ist oder nicht. Zu dieser nachfolgenden Generation gehöre ich und auch du.

Diese Kette der immerwährenden Schuld- und Schamverstrickung kann unterbrochen werden. Wenn die ‚Decke des Schweigens‘ gelüftet wird. Licht und Luft kommt an die vermoderten Gebeine, natürlich nur im übertragenen Sinne. Wo Aufklärung betrieben und Transparenz hergestellt wird, kann Schuld vergeben werden und Wunden beginnen zu heilen. Dieser Prozess ist schmerzhaft, aber notwendig -auch jetzt noch!! -, damit die Spirale, die abwärts geht, unterbrochen wird. Dieser Prozess der Aufarbeitung und Versöhnung bringt Segen. Für einen persönlich, für das Familiensystem – und auch für Städte, Länder und Nationen.

Aus diesem Grunde stehe ich auf und fahre nach Wolfsburg zum MARSCH DES LEBENS, der am 08.05.2019 in meiner Heimatstadt stattfindet. Und an dem ich – als in 1963 geborene Wolfsburgerin – teilnehmen werde. Diese Stadt – gegründet 1938 von einem gewissen Adolf Hitler als Stadt – des KDF – Wages (Kraft durch Freude – Wagens, der Vorläufer des legendären VW – Käfers) – hat eine beispiellose braune Vergangenheit. Noch heute zeugt der 1998 bei Werksbauarbeiten  gefundene, mit vier Hakenkreuzen versehene  Grundstein des VW – Werks von diesem Erbe. Dieser Grundstein, ausgestellt in der Bunkeretage des Werks, wo die Erinnerungsstätte an die Zwangsarbeit auf dem VW Gelände untergebracht ist, ist für die Historiker ’nur‘ ein wichtiges, historisches Fundstück. Gleichzeitig manifestiert sich jedoch durch diesen mit NS – Symbolen versehenen Stein auf der energetischen, vor allem aber auf der geistlichen Ebene der Fluch, der durch die Naziherrschaft ausgeübt wurde. Nicht umsonst wurden nach Kriegsende die sichtbaren NS – Symbole und Devotionalien an öffentlichen Gebäuden gewissenhaft entfernt. Warum nicht auch hier in Wolfsburg? Ob die Konzernverantwortlichen sich dieser noch immer währenden Wirkung bewusst sind? Symbolen wohnt eine verborgene Macht inne. Und je nachdem, um welche Macht es sich handelt, diese Macht wird ausgestrahlt. In unserem Universum existieren nur zwei Mächte. Gut oder böse. Das mag archaisch, ‚unmodern‘ klingen. Es gibt aber keinen neutralen, dritten Weg ..

Ich persönlich kann mich noch gut an die Baracken erinnern, die im Wolfsburger Stadtbild in den späten 60er Jahren zu sehen waren. In diesen Baracken waren die zahllosen Zwangsarbeiter zu Kriegszeiten untergebracht. In den 60er Jahren dienten sie als Unterkünfte der italienischen Gastarbeiter, die beim Aufbau des Konzerns mithalfen. Die heutige Volkswagen – Arena befindet sich übrigens in unmittelbarer Nähe dieses mittlerweile längst beseitigten, aus Kriegszeiten stammenden Barackenareals.

Positiv ist, dass sich der Volkswagenkonzern als auch die Stadt Wolfsburg in ausgesprochen detaillierter Weise um die Aufarbeitung des NS – Erbes bemüht hat. Durch den MARSCH DES LEBENS, der sich am 08. Mai durch Wolfsburgs Innenstadt zieht und der auf dem Bahnhofsvorplatz in unmittelbarer Nähe des VW – Konzern – Gebäudes und der Autostadt mit einer Bekenntnis- und Versöhnungszeremonie endet, wird ein weiteres, lichthaftes Zeichen für diese Stadt gesetzt werden.

Israel

 

WESENTLiCH WERDEN

Am heutigen Valentinstag feiern und versichern sich Millionen von sich liebenden Paaren ihre LiEBE. Auch wenn es sich doch eher um einen geschaffenen ‚Marketingtag‘ handelt – wie schön und wie dankbar können wir sein, wenn wir zu zweit durchs Leben gehen dürfen und jemanden haben, mit dem wir alles teilen können. Das Gute sowie auch das Schlechte.

Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, den Valentinstag mit einem Mann zu verbringen, der vor mehr als 2000 Jahren gelebt hat – und der immer noch ANWESEND ist? Der der Mann deines Lebens sein könnte, einer der dich in und auswendig kennt und alles von dir weiß? Ein Mann, der bei jeder Tat und Untat, die du in deinem Leben veranstaltet und erlebt hast, anwesend war, der gesehen hat, wie traurig und verzweifelt du gewesen bist, der aber auch deine herzerfrischendsten Momente mitgekriegt hat, ja vielleicht sogar verursacht hat. Kannst du dir das vorstellen? Ein Mann, der ALLES VON DiR WEiSS – und dich (trotzdem) grenzenlos liebt. Kannst du das spüren? Ist DAS vielleicht deine größte Sehnsucht, so einen Mann zu treffen?

Charlotte #2
(c) Gütersloher Verlagshaus 2018

GOTT BESUCHT UNS HÄUFiG – ABER MEiSTENS SiND WiR NiCHT ZU HAUSE.

Durch eine liebe Nachbarin, eine reizende, alte Dame bin ich auf dieses Buch gestossen. Eine Rezension war kürzlich in der altehrwürdigen FAZ abgedruckt. Beeindruckt durch diesen Artikel bestellte ich mir das Buch. Charlotte Røhrt, eine dänische Erfolgsjournalistin, von Berufs wegen eher rational und im Alltag so gar nicht christlich unterwegs, ‚trifft‘ völlig unvorbereitet in einer andalusischen Kapelle auf den Mann ihres Lebens – JESUS. Und sie beschließt, ein Buch über diese Begegnung zu schreiben. Es handelt sich hierbei um keinen Schmonzettenroman, kein rührseliges Stück a là Rosamunde Pilcher. Es ist ein Tatsachenbericht. So abenteuerlich es sich auch anhören mag. Charlotte Røhrt erlebt etwas Außergewöhnliches, Unerklärbares, Großartiges und macht sich auf die Suche nach Antworten – die es bei diesen Phänomenen schwerlich geben kann.

Es ist schon manchmal komisch, dass man Dinge, die man selbst so oder ähnlich erlebt hat, unter Umständen erst so richtig glauben kann, wenn andere darüber schreiben. Als ich das Buch verschlang – und oft musste ich es gleichzeitig aus den Händen legen – war mir, als erzählte Charlotte Røhrt meine eigene Geschichte. Mystische Gotteserfahrungen wie Hildegard von Bingen, wie Paulus von Tharsus, wie Theresa von Avila sie machen durften, gehören nicht ausschließlich in vergangene Jahrhunderte. Nein. Jetzt und heute ist die LiEBE GOTTES persönlich erfahrbar für jeden von uns und immer ein Geschenk, das das Leben der Personen komplett auf den Kopf stellt. Das HERZ beginnt zu beben .. Dieser Gott ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Und ER ist sehnsüchtig und brennend interessiert an uns ..

WAS iST DiE MESSAGE DES BUCHES? Es geht um die LiEBE, selbstverständlich. Die dänische Autorin stellt fest, dass in unserer Zeit der intellektuelle Weg, sich naturwissenschaftlich zu beweisendes und logisch aufgebautes Wissen anzueignen, als das Non – Plus – Ultra gilt. Das ist die in der westlichen Welt vorherrschende Methode. Die zweite Möglichkeit, sich Wissen anzueignen, entsteht durch die LiEBE und EiNHEiT MiT GOTT. Beides ergänzt sich. Welche Methode entwicklungsbedürftig ist, ist selbsterklärend. Herzensbildung und eine sinnliche, körperlich erfahrbare Spiritualität ist im wahrsten Sinne des Wortes not – wendig.

Das Buch hat mich tief berührt, verändert und ich kann es allen sehnsüchtig Suchenden, aber auch allen eher nüchtern denkenden Rationalisten sehr an’s Herz legen. Es ist geschrieben von einer Mystikerin der Gegenwart, obwohl sich die Autorin selbst nicht so bezeichnet. Wenn du deine Nase in das Buch stecken solltest – dann eine gute Reise nach iNNEN. Du wirst nach der Lektüre nicht mehr die selbe sein .. Versprochen.

iCH WAGTE ALLES iN EINEM ABENTEUER DER LiEBE. Johannes vom Kreuz

Charlotte #1
(c) Gütersloher Verlagshaus 2018

BERLiN, BERLiN ..

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(c) Birgit Annette Scholz 2018

.. wir fahren nach BERLiN!! Am vergangenen Wochenende durfte ich etwas Besonderes erleben – ich war als Haus- und Hof Fotografin des MGV Concordia St. Annen zusammen mit 36 Männern auf Tour unterwegs in unserer Hauptstadt BERLiN. Der Männergesangverein feierte in diesem Jahr sein 120 – jähriges Jubiläum (zu dem wir die Mannschaft übrigens mit neuen, hellblauen Oberhemden von SEiDENSTiCKER ausgestattet hatten). Im Mai veranstaltete der Verein aus diesem Anlass ein ausgesprochen gut besuchtes Kreissängerfest, auf dem befreundete Chöre aus Nah und Fern mit Gesangsdarbietungen gratulierten und ihr stimmliches Können darboten. Ein Ereignis!!

Zum Abschluss des ‚Jubeljahres‘ organisierte der Vorstand des Vereins unter der Leitung von Eberhard Richter eine BERLiN – ViSiTATiON vom Feinsten. Und ich durfte sozusagen als ‚Henne im Korb‘ dabei sein und das Geschehen 24/7 in Bild und Ton festhalten.

Das absolute Highlight der Tour erlebten wir  im Reichstag. Nachdem wir auf dem rund gewundenen Steg der Doppelhelix die Plattform in der gläsernen Kuppel erklommen hatten und die Aussicht über die Hauptstadt bei strahlendem Licht geniessen konnten, folgte der eigentliche Auftritt. Singen über den Wolken .. von BERLiN. Nach einigem Bibbern und Beten – der Sicherheitsdienst war nicht so begeistert von unserer Idee – stimmten die Chor – Männer zwei Lieder an. Die Zuschauer sammelten sich – und vergaßen das Atmen. Es war eine einzigartige Performance. Die Töne donnerten gleichsam kraftvoll aus den Kehlen der Männer, sammelten sich in der Kuppel, wurden vielfach reflektiert von den Glaswänden, entschwanden als Botschafter in den Himmel über BERLiN – und landeten durch den riesigen, verspiegelten Trichter, der als Belüftungsanlage des Reichstages dient, direkt im Plenarsaal, wie wir später von Besuchern, die sich zu dem Zeitpunkt dort aufhielten, begeistert zu hören bekamen. Das war ein magischer Moment, der nicht nur mir die Tränen in die Augen trieb.

Ein schöner Tag! Die Welt steht still, ein schöner Tag!
Komm, Welt, laß dich umarmen, welch ein Tag!
(Laß dich umarmen, welch ein Tag!)
Denn du bist da, und jeder Traum zum Greifen nah.
Das Glück hat einen Namen, welch ein Tag!

Was soll ich sagen, es war .. SUPER!!! Manche Frauen machen eine Haarkur, manche Männer eine Hopfen- oder Wacholderkur 😉 .. und ich habe eine ‚Männerkur‘ gemacht – und es in vollen Zügen genossen. Das Programm war dicht getaktet und eine Herausforderung! Neben obligatorischer Spreefahrt durch das Regierungsviertel, Besuch des Reichstags und des Olympiastadions, Stadtrundfahrt und etlicher Zwischenstopps an einer der 10.000 Currywurstbuden Berlins, stand natürlich das SiNGEN ganz oben auf der Agenda. Gesungen wurde, wo es die Akustik hergab: Einen wunderbar fetzigen Abend mit Tanzeinlage des Dirigenten Jörg Niederbudde + Bekanntschaft hatten wir in Berlin’s Brauhaus Lemke am Hackeschen Markt. Das Münchner Hofbräuhaus war da leider nicht so spontan und verpasste demnach unvergleichliche Momente der Lebensfreude .. Egal, da kann man nüscht machen .. Passanten im U – Bahnschacht Alexanderplatz gehörten zu unserem begeisterten Publikum, wie auch die Besucher unserer Stamm – Currywurst – Bude ‚Baude‘ am Gesundbrunnen. Es war die Wucht in Tüten!! Diesen Berlin – Trip werden wir alle nicht vergessen!!

Hier könnt ihr noch mehr erfahren ..

BiLDERGALERiE MGV Concordia St. Annen

OSNABRÜCKER ZEiTUNG

FACEBOOK MGV Concordia St. Annen

Wer hier in der Nähe wohnt (Raum Bielefeld/Herford/Melle) und den Männer Gesangverein MGV Concordia St. Annen live erleben möchte, kann das am 2. Advent, am 09. Dezember 2018 ab 17:00 Uhr in der Dorfkirche in St. Annen – Schiplage. Herzliche Einladung. Aber bitte frühzeitig da sein – die Sitzplätze sind begehrt! Nach diesem Berliner Auftritt allemal ..

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(c) Birgit Annette Scholz 2018
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(c) Birgit Annette Scholz 2018
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(c) Birgit Annette Scholz 2018
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(c) Birgit Annette Scholz 2018