GRAU.TIPPS

PradaSpätestens, seit Meryl Streep in „Der Teufel trägt Prada“ (erschienen in 2006) die silberhäuptige Chefin Miranda Priestly einer führenden Modezeitschrift mimt, ist ein silberner Schopf Zeichen einer souveränen, durchtrieben-kühlen Eleganz. Ihre schlohweißen Haare, sexy gepaart mit einem herausfordernden Outfit, wollen zuerst nicht so recht zueinander passen. Aber das täuscht! Sie trägt Ihre Haarfarbe mit einer absoluten Nonchalance, dass es überhaupt nicht auffällt, dass Ihr Haar weiß ist!

Haare gehören zu den Schlüsselreizen und sind Mittel des Selbstausdrucks. Weit über 55% aller Frauen weltweit sollen sich die Haare färben, sagen Studien. Ob das stimmt? Udo Walz, Frisör der Kanzlerin, Berlin, rät „Frauen dazu, ihre Haare zu färben. Bei Männern werde das graue Haar eher toleriert.“ Als ich dieses Zitat las [gefunden in einer einschlägigen Frauenzeitschrift, 2013], musste ich schmunzeln über diese seltsam anmutende Rollenzuweisung, die so gar nicht in’s 21. Jahrhundert passt. Naja, die Friseure wollen auch Umsatz machen ..

Das Haar verliert mit der Zeit [altersbedingt, genetisch programmiert] seine natürliche Haarfarbe und wird weiß oder grau, wenn die Zellen an der Haarwurzel, die für die Pigmentierung der Haare zuständig sind, die Melaninproduktion einstellen. Dazu kommt, dass das Haar mit dem Verlust der Farbe trocken und spröde werden kann. Da hilft nur gute Pflege, damit der grau – weiße Schopf ein echter Hingucker wird.

>> Was tun, wenn das graue Haar durch Sonnenbestrahlung oder aus anderen Gründen einen unattraktiven Gelbstich bekommt?

Mittlerweile gibt es eine Reihe von Pflegeprodukten für graues Haar, welche mit blauen Pigmenten angereichert sind. Mein Favorit zur Zeit ist  die Serie von Tigi Catwalk Fashionista, ich benutze das Violet Shampoo und ab und zu die Haarmaske. Graues Haar braucht ab und zu einen Blaustich, um wieder schön satt und seidig zur Geltung zu kommen.

Die blauen Pigmente im Shampoo z.B. lagern sich am Haarschaft an und geben dem Haar optisch einen kühlen, silbernen Glanz. Aber Vorsicht – benutzt man das Blau-Shampoo zu häufig, changieren die Haare deutlich in’s Lila …

Tigi_Catwalk

>> Was tun, wenn das graue Haar durch den natürlichen Alterungsprozess trocken, stumpf und glanzlos wird?

Ich sage da nur – Keratin. Keratin (von griechisch κέρας kéras „Horn“, Genitiv kératos) ist ein Sammelbegriff für verschiedene wasserunlösliche Faserproteine, die von Tieren gebildet werden und die Hornsubstanz charakterisieren. 

Das weiße, spröde Haar weist eine Struktur wie ein Tannenzapfen auf, der seine Schuppen bei Sonneneinstrahlung öffnet. Die äußere Hornschicht des Haars ist nicht mehr geschlossen, kann das Licht nicht mehr reflektieren und wirkt stumpf. Bei geschlossener Schuppenstruktur fühlt sich das Haar geschmeidig an und hat seinen natürlichen Glanz.

schuppen haar

Pflegeprodukte mit Keratin führen dem Haar mit poröser Struktur fehlende Keratinpartikel zu und schließen so die aufgerauhte Schuppenschicht. Bei regelmäßiger Verwendung beruhigt sich die Haarstruktur, das Haar fängt wieder an zu glänzen und ist nicht mehr so störrisch.

>> Was tun, wenn das graue Haar ausfällt, dünner und lichter wird?

Das ist wirklich ein Problem, das ich sehr gut nachvollziehen kann .. Wir wissen es bestimmt mittlerweile alle, dass es ’normal‘ ist, täglich bis zu 100 Haare zu verlieren. Aber wer zählt schon die Haare, die sich in der Bürste sammeln, die man auf dem Boden beim Saugen entdeckt, die sich im Auto auf der Rückenlehne sammeln und die sich unschön auf dem Pullover, dem Mantelkragen platzieren. Ja, es kann Panik machen, wenn frau sich in die Haare greift und ‚Büschel‘ herauszieht.

♥ Die sogennanten Übergangszeiten FRÜHLING und HERBST sollen ‚Fellwechselzeiten‘ sein. Bei unserer Katze habe ich selbiges beobachtet. Aber ob das für Menschen auch gilt? Manche Ärzte sind der Meinung. Also, individuell beobachten, ob der Haarausfall nach den entsprechenden Jahreszeiten nachlässt.

♥ Die HORMONE können ‚Schuld‘ sein. Während der Wechseljahre (auch hier wieder das Symptom ‚Wechsel‘) stellt sich der Körper hormonell um. Da ist es anscheinend ’normal‘, dass wir Haare lassen. Nicht besonders tröstlich, aber unser genetisches Programm ist anscheinend so ausgerichtet.

STRESS und KRANKHEIT lassen unser Haar lichter werden. Wenn uns etwas psychisch oder körperlich ‚zusetzt‘, können wir, wie oben schon erwähnt, ‚Haare lassen‘. Antibiotikabehandlungen, Cortisongaben können dazu führen, dass die Haare – vorübergehend – ausfallen. Aber keine Panik, die Haare wachsen im Allgemeinen wieder nach. Das dauert zwar, aber es ist Hoffnung in Sicht.

♥ Eine regelmässige Haarbodenmassage mit SCHWARZKÜMMELÖL soll förderlich sein, gleichzeitig nährt es die Haare wie eine Haarmaske. Am besten über Nacht einwirken lassen.  Dieses wunderbare Öl ist ein wahrer Alleskönner, innerlich sowie äusserlich angewandt. In Verbindung mit ALOEVERA Saft ist es eine schnell herzustellende, nahrhafte, feuchtigkeitsspendende Gesichtsemulsion.

Dass unsere Haarpracht im Allgemeinen mit Zunahme der Jahre, die wir auf diesem Globus verbringen, lichter werden, müssen wir wohl tendenziell akzeptieren. Dass unsere Haare unsere Antennen sind, habe ich hier schon des öfteren erwähnt. Meine persönliche Erklärung ist, dass wir (idealerweise) mit dem Alter eine gewisse Reife erlangen, sprich unsere Antennen werden feiner. Also, Ausdruck dessen ist, dass die Haarstruktur feiner wird. Aber dies ist (m)eine subjektive Ableitung. Vielleicht ist etwas dran ..

 

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