# 46 BRiGiTTE SCHEYTT

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Sage und schreibe 5 Monate sind vergangen, seit meiner letzten GrauHaarVeröffentlichung. Woran lag’s? Nun, ich hatte meinen Focus zwischenzeitlich ganz woanders .. Aber jetzt! Etzad! Jetzt präsentiere ich ein umso strahlenderes, silbergraues Model und verrate gleichzeitig, was ‚Graue Haare‘ mit dem ‚Arabischen Frühling‘ zu tun haben. Willst Du es wissen? Dann lies weiter ..

Eine meiner kürzlichen, zahllosen Exkursionen in die bayerische Landeshauptstadt führte mich nach Schwabing in die Kaiserstraße. Dort gibt es einen wunderbaren, kleinen Kaiser(Bier)garten mit dem schmackhaftesten Schmarrn der Welt, dem Kaiserschmarrn!! (Wie passend, ihn in dieser Straße zu servieren!) Eigentlich ist dieser Nachtisch ein Ur – Gericht aus dem österreichischen Nachbarland. Die Bayern verstehen sich aber auch auf die wohlmundende Zubereitung dieser köstlichen Mehlspeise. Dies aber nur am Rande ..

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Bevor ich meine Verabredung im Kaisergarten traf und bevor ich den wirklich ziemlich  weltbesten Kaiserschmarrn verputzen durfte, bogen meine Füße zielstrebig links ab in die kleine GoldschmiedeGalerie, wo meine Augen ein winziges, goldenes Schweinchen in der Auslage erspäht hatten. Es gibt da in meinem Leben jemanden, der Schweinchen liebt .. Im Laden stehend ließ ich meinen Blick weiter schweifen, erspähte sogleich den silbergrauen Schopf der Inhaberin – und des weiteren heftete sich mein Blick auf eine ca. 20 cm große Bronzeskulptur. Da stand ein nackertes Mannsbild in lässiger Pose auf dem Tresen. Mit einer Krone auf dem Kopf. Ach, wie interessant, dachte ich. „Die Skulptur heißt: WiE WiRD MAN EiGENTLiCH KÖNiG?“, klärte mich der aparte Silberschopf jeseits des Tresens auf. Ach, es wird ja immer interessanter!! Spannende Frage, künstlerisch umgesetzt.

WiE WiRD MAN EiGENTLiCH KÖNiG? .. iM EiGENEN REiCH, setzte ich die Frage in meinem Geiste fort. Mir schossen sofort ein paar spontane Antworten durch den Kopf. Indem man weiß, was man will und weiß, was man nicht will. Indem man weiß, wer man ist und wer man nicht ist. Indem man einen eigenen Standpunkt einnimmt und vertritt. Ja, der eigene Standpunkt .. Deshalb hat die Skulptur so große Füße!!

Nach ein paar vergnüglichen Stündchen im Kaisergarten mit sehr inspirierender Begleitung liefen meine Füße wieder zu der GoldschmiedeGalerie gegenüber. Warum wohl .. ja genau, der König musste mit nach Bielefeld!! Hatte mein Bauch unterdessen beschlossen. Während die aparte Silberschopfdame – BRiGiTTE SCHEYTT – den kleinen König kunstvoll verpackte, verklickerte ich ihr so ganz nebenbei, dass ich einen Blog ‚über graue Haare‘ schreibe. Ihre Augen leuchteten auf – und sie erzählte mir ihre persönliche Geschichte, wie sie zu ihrem grauen Schopf kam.

„Ich saß 2010/2011 vor dem Fernseher und guckte Tagesschau. Es wurde über den ‚Arabischen Frühling‘ berichtet, der damalige ägyptische Präsident Muhammad Husni Mubarak war im Bild und ich dachte mir: Warum färbt sich der Kerl denn bloß seine Haare schwarz??!! Kurze Zeit später stand ich beim Zähneputzen vor dem Spiegel und ein Gedanke schoss mir durch den Kopf: Warum färbe iCH mir denn bloß meine Haare schwarz??!! Ab dem Zeitpunkt war für mich klar: Keine Farbe kommt mehr auf meinen Kopf. Ich trage mein Haar ‚en nature‘.“

Mutig, mutig! Welche Reaktionen und welche Aktionen diese Entscheidung im (Münchner) Freundes- und Bekanntenkreis nach sich zog, darüber ziehen wir respektvoll die Decke des Schweigens. Zumindest EiNE wunderbare, romantische Fügung hoch über den Wolken sollte ihr ihr neuer silbergrauer Schopf bescheren .. Tja, man kann eben nie wissen, was das Leben für schöne Überraschungen bereit hält ..


Vielen Dank, Brigitte Scheytt, für diese mutige Entscheidung, mit Ihrer ursprünglichen Haarfarbe Persönlichkeit, Kraft, Stärke und das eigene ‚SEiN‘ zu demonstrieren und zu bekennen. Da steht nun eine ‚KÖNiGiN iM EiGENEN REiCH‘ in Schwabing in der Kaiserstraße .. Und strahlt aus allen Knopflöchern!!


DiES ist übrigens der kleine KÖNiG. Er steht bei mir auf meinem Schreibtisch und ‚wohnt ein‘. Er hat seine Krone noch nicht auf dem Kopf, weil der König sich noch im Exil befindet. Das hat so seine Gründe .. Aber irgendwann setzt er sie auf. Oder – er bekommt sie aufgesetzt. Warten wir es ab.

König

PS: In meinem Beitrag ECHT GRAU beschreibe ich – was für ein ‚Zufall‘ – haargenau das gleiche Phänomen, welches Brigitte Scheytt bei dem ägyptischen Ex – Präsidenten aufgefallen ist. Männer mit grauen Schläfen sind soviel sexier, als Männer mit schwarz gefärbten Haaren!! Männer, schneidet Euch doch mal ne Scheibe ab!! 🙂

 

 

 

KOSTBAR

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Am Wochenende war ich auf einem Flohmarkt. Diese Märkte, wo du alte und noch ältere Schätzchen finden kannst, sind seit Jahrzehnten allseits beliebt und an jeder Ecke und Milchkanne beheimatet. Ich freue mich immer unbändig wie ein kleines Kind, wenn ich unter dem ganzen Plunder wirkliche Raritäten (in meinen Augen ..) erspähe und zu einem Spottpreis mit nach Hause nehmen kann. Zudem handle ich gern. Aus Spaß. Aber oft gebe ich auch ein paar Euros mehr – wenn der Preis mir doch zu gering erscheint. Denn kleine Kostbarkeiten dürfen etwas kosten!

Letztens erstand ich auf den letzten Drücker, bevor eingepackt wurde!!, zwei Tiffany Leuchten. Eigentlich stehe ich nicht auf diese Art von Leuchtmitteln, ich liebe es da eher minimalistisch. Aber diese Lampen hatten es in sich – weißes, opak-irisierendes Glas, kegelförmig gestaltet, am Rand mit einer Borte von gelb – blauen Glaskügelchen verziert. Hinreissend!! Echte Handarbeit. Nicht kitschig. Für zwanzig Euro!! OMG!!

Am vergangenen Samstag schlenderte ich also wieder durch die Flohmarktstände und nahm mir richtig Zeit zum Schauen. Und ich wurde mehrfach fündig. Richtig coole Plastikketten im Stil der 70er Jahre gab’s da – für zwei Euro. Oder ein kleines Kaffeeservice mit Kännchen, Gießer und Zuckerdose, mit Goldrand und extravaganter Verzierung wechselte den Besitzer – für ganze zwölf Euro! Brauch ich zwar nicht wirklich, aber mein Herz freut sich. Als ich dann abends in meiner Gartenlaube saß, vor mir meine Schätzchen ausbreitete, mich freute und das stille Glück genoss, dachte ich, wie schön es jetzt gewesen wäre, einen kühlen Weißwein aus den dort gesichteten dünnen, zarten Gläsern mit Goldrand zu schlürfen. Um diese besagten Gläser bin ich mehrfach herumgestrichen – und hab widerstanden und sie (an dem Tag) erfolgreich stehengelassen. Nun, es schien eine reine Kopfentscheidung gewesen zu sein, sie nicht zu nehmen ..

Am nächsten Tag hatte ich nur einen Gedanken – ich bin ich flugs nach dem Gottesdienst zu dem Flohmarkt geradelt. Schnell zu dem Stand geschossen – ein kurzer Blick reichte – die begehrten Gläser standen noch da!!! Die nette, ältere Dame, die sie verkaufte, verriet mir, dass die Gläser besonders besonders wären, sie gehörten ‚Tante Hertha‘, die 96-jährig nun im Altersheim untergebracht sei. Nun, wenn sie ‚Tante Hertha‘ gehörten, dann konnte ich sie unmöglich stehen lassen.. Also, wir wurden uns schnell handelseinig und nun bin ich stolze Besitzerin von 4 hauchdünnen Weingläsern und 5 hauchdünnen Likeurgläsern – mit Goldrand!!  – Nachdem ich meine Weingläser verstaut hatte, war die Session aber noch lange nicht beendet! Jetzt ging es erst richtig los! Meine Freundin, die mich an dem Tag begleitete, erspähte in der Zwischenzeit einen Rock, die älteren Flohmarktverkaufsdamen liefen zur Höchstform auf und berieten uns, was das Zeug hielt, schleppten diese Bluse an und jenes Shirt, diese Kette und jenen Gürtel – es war eine wahre Freude!

Abends saß ich mit meiner totchicen, alt-neu gewandeten Freundin in meiner Gartenlaube und wir stießen gemeinsam auf unsere Einkäufe an. Mit besagten Gläsern und einem gut gekühlten Riesling. Wir bemerkten beim Anstoßen am Sound, dass die Gläser wohl noch dazu aus Bleikristall sind. WOW!

MEiN FAZiT: Kostbarkeit liegt im Auge des Betrachters. Wir lieben das, was uns wertvoll erscheint. Es ist nicht der Wert ansich, der ein Stück adelt, sondern es ist die Bedeutung, die wir ihm geben. Ist auch keine ganz so neue Erkenntnis, aber mir wurde es wieder einmal so richtig bewusst beim Einkaufen auf dem Flohmarkt. Du und ich – wir sind ebensolche kleinen Kostbarkeiten. Vielleicht schon etwas alt und an manchen Stellen etwas abgetragen und nicht mehr so glanzvoll, wie einst. Aber es gibt uns noch. Auch wenn wir einen Sprung in der Schüssel haben, so sind wir doch GANZ.SCHÖN.LEBENDiG. – 

Und noch etwas fiel mir auf: Unsere Weiblichkeit bestätigen – das können wir Frauen nur gegenseitig (grandios empfunden und dankbar empfangen bei der Beratungssession der alten Damen!!). Es sind nicht die Männer (der Papa von damals), die uns unsere Weiblichkeit (wirklich) bestätigen – es sind integrierte Frauen. Wenn wir Frauen mit unseren kleinen, verletzten Mädchen in Kontakt gekommen sind und unser Herz dort heil geworden ist, dann können wir uns ebenso heilsam unseren Schwestern zuwenden und eine heile Schwesternschaft, jenseits von Konkurrenz und Stutenbissigkeit, leben. Ist das schön? Auf diese Weise ‚entlasten‘ wir unsere Männer. Die mit sich zu tun haben.

Was las ich letztens in einer Studie? ‚Für Männer ist es gut, wenn sie Ehefrauen haben. Für Frauen ist es gut, wenn sie Freundinnen haben.‘ Ganz.Schön.Kostbar.

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VORHER – NACHHER

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Zugegeben – diese Bilder sind haargenau ein Jahr alt, also nicht mehr taufrisch, erst gar nicht brandaktuell!! Aber ich finde, sie sind nun ausgiebig lange genug ‚abgehangen‘, sodass ich sie nun veröffentlichen kann. Im letzten Blogartikel habe ich davon gesprochen, dass ein bisschen Farbe im Gesicht (und nicht in den Haaren!!) wahre Wunder wirken kann. Und in diesem Blogartikel möchte ich den Beweis dazu antreten. Und – zum Ende dieses Beitrags gibt es ein Überraschungsgeschenk. Sei gespannt und lies zu Ende ..

Ich selbst bin erklärter VORHER – NACHHER – FAN. Weißt du, was ich meine? Na, die grandiosen Beispiele spektakulär gestylter Typumwandlungen, die alle Nase lang in den einschlägigen Frauenzeitschriften zu finden sind. Manchmal unglaublich, was ein anderer Haarschnitt, die richtigen Farben, ein neues, freches Styling aus (dem Selbstbewusstsein) einer Frau machen kann! Ich sage da nur ‚Fremdsicht – Eigensicht‘! Ist es nicht so, dass wir alle ein wenig betriebsblind sind, was unser eigenes Aussehen, unseren eigenen Körper – ja auch oft unser eigenes Leben betrifft? Gut, wenn wir da kompetente Freundinnen haben, die uns auf den Sprung helfen. Oder kompetente, einfühlsame Beraterinnen, die mit einem frischen, liebevollen Blick auf die uns so gut  bekannte Visage blicken. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich meine nicht, dass wir uns gegenseitig pausenlos fremdbestätigen müssen, um unseren Wert zu bilden. Nein. Das Fundament kommt aus uns selbst. Aber manchmal ein wenig Vergewisserung – das darf sein ..

So auch hier bei mir geschehen. Eines schönen Tages düste ich müde, übernächtigt, auch traurig, da sich der Todestag meines Vaters an dem Tag jährte, völlig ungeschminkt durch die Stadt. Ich bog ein in die allseits bekannte Filiale ‚Come in and find out‘ und schaute so vor mich hin. ‚Och‘, dachte ich, als ich mir in einem Spiegel selbst begegnete, ‚mein Gesicht ist ganz nackig, da passt was drauf. Abschminken muss nicht sein und Zeit habe ich auch‘. Flugs mich umgeschaut, eine junge Schminköse gesichtet und schon saß ich auf ihrem Stuhl. Aufgabe war: Bitte schminke mich typgerecht, möglichst unauffällig, aber so, dass es dezent ist und gut ausschaut. Ich selbst schminke mich doch irgendwie immer gleich, ein frischer Wind war mal wieder von Nöten. Und – vom Lernen wird man bekanntlich auch nicht dümmer!!

Gesagt, getan. Lena, eine 19 – jährige Visagistin, die sich ihr Können ausnahmslos selbst beigebracht hatte, legte los. Und wie!! Ich ließ mich Schritt für Schritt unterrichten, WAS sie machte, WiE sie es machte und WARUM sie es machte. Ich beobachtete haarscharf, kriegte alles mit, welche Tricks sie aus ihren Pinseln entlockte. Und sie freute sich über meinen Wissendurst. Es war eine tolle Session mit ihr!

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, oder? Ich strahle nicht nur auf dem NACHHER – Photo, weil meine Augenringe abgedeckt wurden und weil ich irisierendes Glanzpuder auf den Wangenknochen habe. Nein, ich strahle, weil ich mich so dermaßen über diese begabte, junge Frau gefreut habe, die offensichtlich ihre Berufung gefunden hat und lebt. Die Schönheit einer jeden Frau zu ’sehen‘ und hervorzuholen. Klasse!

Lebendige, authentische Schönheit kommt von innen. Ausschließlich. ‚Eine Frau beginnt, schön zu sein, sobald sie entdeckt, wer sie selbst ist,‘ hat Coco Chanel gesagt. Und die muss es wissen. Jede Frau ist ein Typ, ein unvergleichlicher, einzigartiger, unverwechselbarer Typ. Und das gilt es, immer wieder neu hervorzulocken. Gerade, wenn das Haar beginnt, silbrig zu werden. Genau an dieser Schwelle haben doch einige von uns nicht den Mut, den Willen, die Erfahrung, aufzustehen und zu sagen: ICH.WERDE.GRAU. Punkt. Es braucht oft gar nicht viel mehr, als einen geschulten Blick (von aussen), um die eigenen Vorzüge in’s rechte Licht zu rücken.

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Und – jetzt kommt die kleine Jubelüberraschung!! Ich verschenke eine GRATiS.COLOUR.CONSULTATiON ‚SO SCHÖN SiEHST DU AUS‘ an die erste Frau (mit grauen oder weißen Haaren), die mich heute anruft. Versprochen. Ich möchte jeder Frau zeigen, wie schön sie sein kann. Und helfen, ihr SCHÖNSTES iCH zu entdecken. In einem der nächsten Blogartikel werde ich die ‚Verwandlung‘ präsentieren .. Freu dich drauf.