Unser EMOTiONALES ERBE

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Heute möchte ich Euch hinweisen auf eine gute Veranstaltung (in BiELEFELD) mit einem spannenden Thema, das wohl jeden von uns in der einen oder anderen Hinsicht betrifft.

LEIDER SCHON AUSGEBUCHT!!!!! THEMA iST TROTZDEM WiCHTiG!!!! ♣

Das Christliche Zentrum Bielefeld lädt Ehepaare ein: Am SAMSTAG, den 03.11.2018 in der Zeit von 09:30 – 12:00 Uhr. Es erwartet Euch ein lukullisches Frühstückbuffet und ein guter Vortrag: WENN DAS GESTERN UNSER HEUTE BEEINFLUSST . KAi MAURiTZ aus Lemgo, Pfarrer und Koordinator von mittlerweile 180 Beratungsstellen für das Weiße Kreuz, referiert zu dem Thema und erklärt die Bedeutung der Herkunftsfamilie für unsere Ehen.

HiNTERGRUND: Das Thema ‚Emotionales Erbe‘ ist zum Glück nicht neu. In den letzten Jahren ist es zunehmend mehr in den Focus geraten, wohl nicht immer, um Zustimmung zu finden von denjenigen, die meinen, ’nun müsse doch endlich mal Schluß sein mit der Vergangenheit!‘. Schluß ist, wenn wirklich Schluß ist.

Denn: Wir sind mit unserer Geburt vor X Jahren ja nicht einfach ‚vom Himmel‘ geplumbst. Sondern wir stehen eingebettet in eine Generationenfolge, die viel Schönes, aber auch viel Schreckliches erlebt hat. Der Großteil unserer deutschen Vorfahren hat zwei Weltkriege in irgendeiner Form mitgemacht. Sei es als direkt Beteiligte an der Front, aber auch das Erleben von Flucht- und Vertreibung, Vergewaltigungen, Hunger, Kälte, Angst hinterlassen unsichtbare Spuren in der Psyche und im Erbgut (Stichwort Epigenetik). Wir geben unbewusst Verhaltensweisen, grundlegende Werte und Lebenseinstellungen weiter. Erlebte, nicht aufgelöste (Kriegs – ) Traumata wirken fort und zeigen sich nicht selten erst ein, zwei Generationen später bei den Kindern oder Enkeln der traumatisierten Personen in Form von belastenden Symptomen, die oft nicht eindeutig zuzuordnen sind.

PERSÖNLiCH: Vor etlichen Jahren habe ich mich selbst zu diesem Thema auf den Weg gemacht, da im Familensystem meiner Herkunftsfamilie ein Geheimnis herrscht, welches meine Großmutter mit in’s Grab genommen hat. (Es geht hier nicht um Schuld, sondern um die Tatsache an sich). Ein dunkler Fleck in der Ahnenreihe, der systemisch so lange weiterwirkt, bis es zu einer Auflösung kommt. Meiner Meinung nach dauert es oft aus Gründen der Scham viel zu lange, als dass wir es uns trauen, uns in den Keller unseres Lebenshauses zu begeben, um dort ordentlich auszumisten. Bis der Leidensdruck dermaßen groß wird, dass es unausweichlich wird. Was wir da an ‚Leichen im Keller‘ finden, ist oft nicht so zerstörend, wie es wäre, wenn sich das Schleichgift weiter und weiter auswirken könnte, wenn wir es nicht aufgedeckt und unschädlich gemacht hätten. Sprich: Es lohnt sich unbedingt, hinzugucken und die Decke des Schweigens zu lüften. Es ist eine dankbare Arbeit, die wir nicht nur für uns selbst tun, sondern auch zum Wohl unserer Nachkommen. Denn mit der Lösung kommt verschüttete Lebensenergie im System wieder zum Fließen, die natürliche Ordnung wird wieder hergestellt. Energie, die für die Unterdrückung der Symptome verbraten wurde, steht neu zur Verfügung.

ERFAHRUNG: Sehr berührend ist es, zu erleben, wenn sich in Familienaufstellungen z.B. sogar noch über 80 – Jährige ihrer Vergangenheit stellen und auf der Gespürsebene das erleben dürfen, was sie über Jahre verdrängt, aber stets ‚gewusst‘ haben. Es ist nie zu spät, die Weichen noch einmal neu zu stellen! Unser Körper lügt nicht, wir dürfen unseren Körperwahrnehmungen trauen, sie sind zuverlässige Detektoren. Oft haben wir es (aus Gründen unseres Selbstschutzes) verlernt, auf die feinen Signale und Empfindungen unseres Körpers zu achten. Unser Verstand übernimmt das Kommando und erzählt unserem Körper, wie er zu fühlen hat. Was für ein Unfug! Aber in dieser industrialisierten, funktionalen Welt, in der wir momentan leben, total normal!! Ich selbst kann mich noch sehr gut an das Schaudern, das Rieseln erinnern, das mir durch die Glieder fuhr, als ich vor Jahren mein erstes Buch zu dem Thema kaufte. ‚Kriegsenkel‘ von Susanne Bode.  Ich wußte, mein Körper gab mir den richtigen Hinweis. Das war der Beginn einer langen, mühsamen, oft schmerzhaften, aber unbedingt lohnenswerten inneren Reise.

Wer nun nicht das Glück hat, in BiELEFELD zu leben (jaja .. es ist doch schon manchmal ein ‚Privileg‘ in einer Stadt zu wohnen, die es nicht gibt …) und nicht an dem Frühstück mit Vortrag teilnehmen kann, der kann sich ja mal hier zum Thema kundig tun ..

Methode der Aufstellung FRANZ RUPPERT, München – ich habe zahlreiche Bücher von ihm gelesen und einige Themen bei ihm persönlich aufgestellt. Die Ergebnisse waren alle zutreffend und nachhaltig. Ich halte ihn für den fähigsten Aufsteller im deutschsprachigen Raum. Sein Credo:

„Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antworten hinein.“ Rainer Maria Rilke

Artikel in der ZEiTDas zähe Seelenerbe des Zweiten Weltkriegs

♣ Unser Körper – Aufsatz von Alice Schultze – Kraft

„Unser Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.“ Christian Morgenstern

Wege zur LebensfreudeAnne Kathrin Frihs, Berlin – mir persönlich bekannte, bodenständige Expertin ‚ohne Federn auf dem Kopf‘ zum Thema Generationenübergreifendes Erbe

 

Der TANZ des Lebens

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(c) Birgit Annette Scholz 2018

Die besten Ideen entstehen bekanntlich am Küchentisch (und/oder haben auf einer Serviette Platz). Bei einem leckeren Gemüsegericht bei uns zu Haus erzählte mir Johannes Möller (Bild unten, der Mann mit der Trompete), dass er ab und zu an ungewöhnlichen Orten mit seinen Musikinstrumenten ‚töne‘. Es geht ihm nicht darum, bekannte Melodien zu spielen, sondern vielmehr darum, das Instrument als Ausdrucksmittel von Gefühlen, Stimmungslagen einzusetzen und damit einen transzendenten Klangkörper aus Tönen entstehen zu lassen, der durch seine Schwingung wiederum mit dem musizierenden Menschen resoniert. Ein faszinierendes Wechselspiel, das durch mit – tönende andere Menschen, die er immer wieder dazu einlädt,  potenziert wird. Als ich hörte, was er da veranstaltete, war ich sofort Feuer und Flamme ..

Vor ein paar Tagen hatte ich nun die Gelegenheit, mit Johannes und dem TonKünstler Helmut Krah eine private Klang//Tanz//Performance aufzuführen. Ort des Geschehens war das bekannte Museum MARTa in Herford. Zuschauer gab es keine. Wir waren allein mit uns, mit den Tönen, mit den Bewegungen, mit der Kunst .. es war atemberaubend!

Ich hatte meine Trommel dabei, meine Flaggen – und meine Stimme. Ach ja, und meine Kamera. Aber ich habe kein einziges Foto geschossen (bis auf ein paar wenige mit dem iPhone ..), denn ich war zu fasziniert vom Mittun, als dass ich Zeit mit dem Beobachten verschwenden wollte. Wir legten los mit der Improvisation und es entstand etwas einmaliges, einzigartiges, nicht wiederholbares – geboren aus dem Moment des Jetzt, hervorgerufen von drei Individuen, die aufeinandertrafen und sich in der jedem eigenen Individualität auf Augenhöhe begegneten. Jeder einzelne ‚verschmolz‘ mit seinem Instrument, führte, reagierte, be – antwortete die Töne des anderen, übersetzte die Töne in Bewegungen und ein erlebbares Kunstwerk entstand, das nicht konservierbar war, aber gerade dadurch seinen Zauber und Reiz erhielt.

Unsere gemeinsame Performance war einzigartig, die Energie floss. Obwohl wir das erste Mal in dieser Art aufeinander trafen, befanden wir uns größtenteils im Flow. Ich  bemerkte lediglich, dass ich an meiner Kondition arbeiten könnte. Energetisch jedoch war ich ‚high‘ nach den drei Stunden Körperarbeit. Uns dreien ging es sehr gut!

Was war geschehen? Jeder trug mit ’seiner‘ Persönlichkeit, seiner Originalität etwas zum Gelingen des Ganzen bei. Niemand heischte um Anerkennung, tat etwas, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Das war entspannend und bereichernd. Jeder zeigte sich, wie er war, konnte ausprobieren, legte los, ohne ‚Deckung‘ .. Zeigte sich in seiner ganzen Pracht und Macht.

Das folgende Gedicht, das ich vor etlichen Jahren entdeckte, fiel mir dazu ein ..

UNSERE GRÖSSTE ANGST
Unsere größte Angst ist nicht, unzulänglich zu sein.
Unsere größte Angst ist, grenzenlos mächtig zu sein.
Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, ängstigt uns am meisten.
Wir fragen uns: Wer bin ich denn, dass ich so brillant sein soll?
Aber wer bist du, es nicht zu sein?
Du bist ein Kind Gottes.
Es dient der Welt nicht, wenn du dich klein machst.
Sich klein zu machen, nur damit sich andere um dich herum nicht unsicher fühlen,
hat nichts Erleuchtetes.
Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, der in uns ist, zu manifestieren.
Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem Einzelnen.
Und wenn wir unser Licht scheinen lassen,
geben wir damit unbewusst anderen die Erlaubnis, es auch zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind,
befreit unsere Gegenwart automatisch die anderen.   

– Marianne Williamson –

FAZIT des TAGES: Sei ein Original! ( .. mit grauen oder weißen Haaren!!) Originale fragen nicht, ob sie ein Original sein dürfen – sie sind es einfach! Und das hat nichts mit Arroganz zu tun, sondern mit Würde, Freude am Da – Sein und am So – Sein .. Tanz DEiNEN Tanz im Leben und bereichere damit die gesamte Performance. Du darfst es, Du musst niemanden um ERlaubnis fragen – nein, Du sollst es sogar!

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(c) Birgit Annette Scholz _ Johannes Möller + Helmut Krah

 

Gibt es doch .. BiELEFELD!

Wilsberg
(c) ZDF 2018

Soll ich Euch etwas verraten? Psst, aber nicht weitersagen … ‚Wilsberg‘ ermittelt demnächst in der Stadt, die es gar nicht gibt! In BiELEFELD. Ja, wirklich!! Aber – auch soviel sei verraten, diese ‚Freundliche Baustelle am Teutoburger Wald‘, die seit nunmehr 31 Jahren meine Heimat ist, gehört zu den Städten, die mir irgendwie an’s Herz gewachsen sind. Ich lebe freiwillig hier ( .. nein, ich bin wirklich in keinem Zeugenschutzprogramm ..). BiELEFELD ist nicht München – aber die ostwestfälischen Eigenheiten (wie zum Lachen in den Keller zu gehen, ausgesprochen bodenständig zu sein und die weltbesten Püfferchen zu backen!!) haben es in sich! Wirklich, wirklich!!

Gestern waren wir, mein Mann und ich – in Biiiielefeld, wo sonst – zum Casting für einen der nächsten ‚Wilsberg – Krimi’s‘, der im Oktober in Bielefeld gedreht wird. Was soll ich sagen, nachdem ich meinen Auskunftsbogen ausgefüllt hatte und noch bevor der Fotograf die Chance hatte, mich für ein Probefoto abzulichten, wurde ich unter Hunderten vom Fleck weg als Komparsin engagiert. Uups! Na denn ..

Also – unserer ‚Karriere‘ als ‚Fernsehstars‘ steht nun nix mehr im Wege .. Als passionierte Wilsberg – Krimi – Gucker freuen wir uns natürlich, am Set dabei sein zu dürfen. Ich werde berichten .. Aber nun, Schwamm drüber und alles schnell vergessen. Ist ja eigentlich geheim .. 😉 .

Liebefeld

Jedes LEBEN ist kostbar ..

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gefunden im ‚Neukirchener Kalender 2018‘

Was es nicht gibt, oder? Ist das nicht eine ermutigende Geschichte? Wenn ich so etwas lese – vor ein paar Tagen auf der Rückseite des Tageszettels des Neukirchner Kalenders entdeckt – dann freue ich mich unbändig – ich könnte selbst viele solche, erlebte Stories erzählen .. (und vlt schreibe ich ja bald mal ein Buch über solche ‚Zufälle‘).

Zufall ist es wahrscheinlich keineswegs, dass im Gottesdienst, den ich gestern besuchte, folgende Information weitergegeben wurde, passend zum Text auf dem Kalenderzettel:  Am SA, den 22.09.2018 findet in Berlin ein Marsch für das Leben statt. Worum geht es?

„Wir hören oft, dass die Abtreibung eine freie Wahl der Frau sein muss, und dass diejenigen, die sich gegen Abtreibungen wenden, die Freiheit der Frauen einschränken.
Aber um welche Wahl geht es eigentlich?  Eine wirklich freie Wahl, das ist eine Wahl deren Konsequenzen man für den Rest seines Lebens überblickt. Eine falsche Berufswahl macht unglücklich – aber sie lässt sich ändern. Wahlfreiheit hat nur der, der lebt. Der Tod lässt einem keine Wahl mehr: er ist endgültig.

Eine Abtreibung ist eine endgültige Entscheidung. Oft sind sich Paare dieser Endgültigkeit gar nicht bewusst: sie treffen eine Entscheidung, die sie nie wieder zurücknehmen können. Viele Frauen (und Männer) leiden ihr Leben lang darunter. Wir wollen, dass Frauen umfassend darüber informiert werden – über alle Konsequenzen von Abtreibungen. Wir wollen Hilfe für Frauen, denen das JA zum Kind schwerfällt. Wir wollen keine Werbung für eine Tat, die so viele Frauen bitter bereuen. Wir kämpfen für das Recht auf Leben – für alle Menschen! Sei dabei – komm mit nach Berlin!“ Zitat Website

Seitdem mein Blog vor gut einem Jahr im WDR bei Frau tv vorgestellt wurde, unterstütze ich die Arbeit der Stiftung ‚Ja zum Leben‘, die ebenfalls bei diesem Marsch in Berlin dabeisein wird. In der Sendung damals wurde auch über eine Frau berichtet, die ihre Entscheidung zur Abtreibung fotografisch dokumentiert hatte. Mich hat das Schicksal dieser Frau und des Kindes, das nicht geboren werden durfte, sehr berührt. Niemand darf und will richten oder urteilen über die Entscheidungen von Frauen in Not. Ich kann (als ehemalige Betroffene) die Gedanken sehr gut verstehen, die Frauen umtreibt, die vor einer ungewollten Schwangerschaft stehen. Als ‚Alleingeborener Zwilling‘ weiß ich auch, wie es sich anfühlt, wenn man sein Leben lang sucht nach ‚irgendwas‘ und es sich dann nach elendigem, qualvollen, seelischen Leid herausstellt, dass man die Reise in’s Leben nicht allein angetreten hat .. Themen wie Embryonen – Selektion sind bei der heute immer fortschrittlicher (und einfacher!!) werdenen künstlichen ‚Fertilisationsindustrie‘ keine Seltenheit. Bis zur Euthanasie ist es dann auch nicht mehr weit. Und das schockiert!!

Jede*r mag sich seine Meinung bilden, sprechen wir darüber! Ich möchte informieren an dieser Stelle. Schreibt mir doch bitte eure Meinung zu dem Thema, es interessiert mich, was ihr denkt ..

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[c] Bundesverband Lebensrecht e.V.

KÖNNEN SCHWEiNE FLiEGEN?

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(c) pixabay

Als ich heute Nachmittag meinen Einkauf auf dem hiesigen Biobauernhof tätigte, wo mich die kleinen rosa Schweinchen in ihren Ställchen zur Begrüßung munter – schläfrig – interessiert angrunzten, da kam mir dieses sommerlich – luftige Schweinebild in den Sinn. Ein fliegendes Schwein. Tja, die Frage stellt sich: Können Schweine fliegen? Ich erinnere mich an die Werbung eines zweifelhaften Produkts, welches es doch tatsächlich im Supermarkt zu kaufen gab. Es hatte den frechen Namen „Don’t Call Me Schnitzel“ und flog einem als ‚Schnitzel‘ in Toastform (???!!!) aus dem, ja wirklich –  aus dem Toaster .. Grauslich. Das scheint hier aber nicht gemeint zu sein ..

Nun, lassen wir die Frage im Raum stehen und überlassen wir die Beantwortung vielleicht zukünftigen wissenschaftlichen Forschungen. Oh, da fällt mir doch noch was ein .. Wie war das doch gleich mit Miss Piggy und den „Schweinen im Weltall“ ..

Egal. lassen wir die Schweine. Aber ich bin gestern geflogen. Wenn schon nicht die Schweinchen, dann ich. Als ich meinen Einkauf beendet hatte, stand mir eine riesengroße Schaukel im Weg. Eins-, zwei-, dreimal überlegt – und ich saß drauf! Ein zweijähriger Bub schaute etwas verstört. Es passte augenscheinlich nicht in sein bisher aufgebautes, kleines Weltbild, dass sich eine Frau mit langen, weißen Haaren auf dem Querbrett an Ketten in den Himmel schwingt .. Aber sie tat es und der Geist und die Seele wurden leicht!! Hach, wie schöööön!! ‚In den Himmel hinein!!‘, riefen wir als Kinder immer, wenn wir mit den Beinen Anschwung gaben .. Und wir flogen höher und höher …

Das Wochenende steht vor der Tür – ich sende euch einen sommerlichen, nicht mehr ganz so heißen Gruß und wünsch Euch eine besonders schöne, leichte und beschwingte Zeit. Luftig. Dass ihr euch ’sauwohl‘ fühlt .. wie ein Schwein, dass fliegt!

 

für IRiS

IRiS

Die LEBENDiGKEiT setzte sich mit einem saftigen ‚Flatsch‘ neben mich, sie füllte mich völlig aus mit ihrem Sein. ‚Willst Du mit mir gehen?‘, fragte sie mich. ‚Na, klar!!‘, antwortete ich, ohne zu zögern. Ich stand auf, blickte mich um und sah meine Schwester wie durch einen Schleier auf der anderen Seite stehen. Sie winkte mir zu und lächelte. ‚Bis bald!‘, sagte sie. ‚Genieß es in vollen Zügen!‘ ‚Ja, mach ich. Unbedingt!‘ gab ich ihr zur Antwort. ‚Bis bald, wenn wir uns wiedersehen‘, ich warf eine Kusshand in die andere Welt, drehte mich um und verschwand im LEBEN ..

IRiS #1

SOMMER!!

Füße

‚Zeigt her Eure Füße, zeigt her Eure Schuh, und sehet den fleißigen Waschfrauen zu.“ .. Kennt ihr dieses alte Kinderlied? Dieses Lied kam mir grad in den Sinn, als ich dieses Foto hochlud. Was seht ihr? Dreckige Sommerfüße. Als ich eben durch meinen Garten wandelte, die dritte Gießkanne ausleerte über meiner durstigen Hortensie, die abstrahlende Hitze der aufgeheizten Steinplatten des Weges aufnahm, über den ich mit meinen barfüßigen Gehwerkzeugen strich – da überkam mich ein sonnig – heiteres – wehmütiges Gefühl und ich musste an die Zeit der unbesorgten Sommer denken, die ich kindertags in einer modernen, aufstrebenden Stadt in Niedersachsen verbrachte.

Endlose Nachmittage und Abende tollten wir in den 70ern in großer Kinderschar, groß und klein zusammen, auf dem großen Parkplatz vor unserer Bungalowsiedlung herum. Wir spielten Verstecken, Fangen, Handball oder saßen einfach nur auf dem Stromkasten. Und ‚laberten‘. Ohne iphone. Ohne WhattsApp. Total analog. Und hatten Spaß!! Wir Mädels testeten die größeren Jungs an und ich weiß noch, wie ich total unglücklich heulte, weil mich der Nachbarsjunge, den ich ‚heimlich‘ ganz toll fand, seine erste Fete gab mit 14 – und mich NICHT dazu eingeladen hatte!! Naja, ich war ja auch erst zehn .. Meine Oma verstand meine Tränen und tröstete mich ..

Das Gefühl, das ich mit Sommer verbinde, ist das Gefühl, barfuß zu laufen, den ganzen Tag. Und das Gefühl, abends die dreckigen Füße in der Badewanne einzuseifen, zu schauen, wie der Schmutz sich löst und mit dem Wasser im Ausguss verschwindet und wie die Füße wieder ihre ursprüngliche Farbe annehmen. Das Gefühl, sich mit frischgewaschenen Füßen in’s kühle Laken zu kuscheln, Puppe im Arm und glücklich den vergangenen Sommertag noch einmal zu durchdenken .. und darüber einzutauchen in das Reich der Träume und das Erleben so endlos auszudehnen ..

Sommer. Auch wenn dieser heiße, lange, fordernde Sommer 2018 uns fast alles abzuverlangen droht – ich erinnere mich demütig und scheu und dankbar an die Sommer meiner Kindheit, die erst gestern gewesen zu sein scheinen, wenn ich heute Abend meine Füße in die Badewanne stecke, das kühle Wasser auf meiner Haut spüre und den Geruch der duftenden Seife in meiner Nase habe und danach meine Augen schließe, nachdem ich mich in das kühle Laken gekuschelt habe .. Das ist der Sommer.

Der kleine DiAMANT auf dem Weg in die Freiheit ..

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Es war einmal ein kleiner, feiner, funkelnder Diamant. Er war von bezaubernder Gestalt, von lupenreiner Qualität, er besaß einen Schliff, der darauf schließen ließ, dass ein begnadeter Künstler ihn liebevoll und sehr akribisch behandelt hatte. Damit er funkelte und strahlte.  Der kleine Diamant war von unschätzbarem Wert, denn er hatte das bestimmte ‚Feuer‘ in sich, das jeden Edelstein zu einem ‚edlen Stein‘ macht.

Der kleine Diamant war sich seiner eigenen Schönheit jedoch nicht wirklich bewusst. Denn er steckte schon seit Urzeiten in einem ‚Goldenen Käfig‘. Dieser Käfig hing zwar in angenehmer Umgebung, inmitten des Schatten spendenden Blätterwerks grüner Bäume in der Sonne, dort funkelte und glitzerte der Diamant. Aber seine Aussicht war begrenzt durch die goldenen Gitterstäbe. ‚Naja‘, sagte sich der kleine Diamant, ‚die Stäbe meines Käfigs sind aus purem Gold, das ist ein wertvolles Material! Nicht jeder besitzt schon einen Goldenen Käfig!‘. Aber das Herz des kleinen Diamants war nicht wirklich glücklich. Und seine volle Strahlkraft konnte er so auch nicht wirklich entwickeln. Denn durch den Käfig um ihn herum war es schwierig, ihn zu putzen und zu polieren. Man kam einfach nicht an ihn ran!

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Dieses unglückliche Herz des traurigen, kleinen Diamanten wurde von einer guten Fee bemerkt. ‚Oh, ich kann es nicht mit ansehen, wie dieser kleine, wertvolle Diamant so stumpf in dem Goldenen Käfig herumhängt. Was für eine Verschwendung von Potential!? Ein Diamant ist ein Solitär! Er gehört, wenn überhaupt, in eine Goldene Fassung, aber nicht in einen Goldenen Käfig!‘. Die gute Fee hatte das Problem erkannt und zufällig hatte sie ein passendes Werkzeug dabei, um die goldenen Gitterstäbe auseinanderzubiegen.

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So wurde der kleine Diamant befreit. Das war beileibe kein schneller und einfacher, auch kein schmerzloser Prozess. Aber nach und nach wurde die Öffnung des Käfigs größer und größer – und plötzlich war sie weit genug, dass der Diamant durch das Loch im Goldenen Käfig einfach hindurchpurzeln konnte! ‚Bin ich jetzt frei??‘, fragte der kleine Diamant zaghaft. Die gute Fee schmunzelte, wusch den Diamanten mit kristallkarem Wasser, trocknete ihn liebevoll ab und polierte ihn zum Schluß, dass er nicht nur funkelte, sondern sogar Funken sprühte in allen Farben des Regenbogens. ‚Ja, kleiner Diamant‘, sagte die gute Fee. ‚Du verkörperst nun das, was dein Schöpfer in dir schon immer gesehen hat.‘ Nun lag der kleine Diamant klar und rein in der Sonne. Und durfte sein, was er schon immer war …

Es war einmal ein kleiner, feiner, funkelnder Diamant. Er war von bezaubernder Gestalt, von lupenreiner Qualität, er besaß einen Schliff, der darauf schließen ließ, dass ein begnadeter Künstler ihn liebevoll und sehr akribisch behandelt hatte. Damit er funkelte und strahlte.  Der kleine Diamant war von unschätzbarem Wert, denn er hatte das ‚FEUER GOTTES‘ in sich, das EWiG ist und das jeden Edelstein zu einem ‚edlen Stein‘ macht. 

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‚Fürchte Dich nicht! Ich habe dich ERLÖST. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein. Wo du auch hingehst, ich bin bei dir. Was auch geschieht, ich lasse dich nicht allein.‘ Das spricht Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde zu einem Jeden, der sich danach sehnt und iHM vertraut. [Die Bibel, Jesaja 43:1ff]

Wie oft bemerken wir gar nicht, dass wir selbst in einem Goldenen Käfig stecken aus Angst, alten Glaubenssätzen, verletzten Emotionen, Vorstellungen, wie etwas zu sein hätte, Interpretationen, Emotionsblasen .. Wie oft werden wir aber auch von anderen in einen golden Käfig gesteckt und bemerken lange Zeit das Muster nicht, fühlen uns nur irgendwie unwohl und eingesperrt. – Oder wie oft stecken wir andere in eben diesen Goldenen Käfig, indem wir unsichtbare Erwartungen an sie stellen, kontrollieren, subtil manipulieren ..

Es braucht Aufmerksamkeit, einen klaren Geist und eine stabile Mitte, einen liebevollen Umgang mit uns selbst, um die Gitterstäbe zu erkennen, zu benennen und auseinander zu biegen [biegen zu lassen]. Manchmal kommt die Unterstützung in Form einer guten Fee, die manchmal eine liebe [Spiegel-] Person sein kann, aber auch der Heilige Geist ‚als bester Coach wo gibt‘ ist eine unübertroffene Hilfe.

Viel Spaß mit diesem kleinen Märchen – und viel Spaß beim Funkeln ..

PS: Dieser Text sowie die Fotos stehen unter meinem Copyright, dürfen aber gern kopiert werden. Bitte gebt mir eine kurze Nachricht, wenn Ihr den Text oder die Fotos verwendet. Dankeschön.

#37 GERDA BRANDT -SULEK

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Hochzeiten gehören ja allgemein zu den erfreulichen Anlässen!! Zwei Menschen wurden vor einiger Zeit geboren, lebten in der Zwischenzeit auf dieser Erde an unterschiedlichen Orten ihr Leben so vor sich hin, machten diese und jene Entwicklung durch – und dann führt das Schicksal, die Vorsehung, ‚Gott‘ die beiden Lebenswege zusammen. Ein Wunder. Die Liebe findet statt und verzaubert. Irgendwie schon toll, oder??!!

Vor zwei Wochen durften wir der Hochzeit einer jungen Frau beiwohnen, die wir kennen, seitdem sie mit ihrer Zwillingsschwester vor 29 Jahren das Licht der Welt erblickte. Unser Sohn, ganze 6 Wochen später geboren, und die beiden Zwillingsmädchen wuchsen zusammen auf, durchliefen gemeinsam die kirchliche Krabbelgruppe, die Sonntagsschule und verlebten so manches rauhe, spannende, dreckige, nasse Jungscharlager, was sie ’nicht umbrachte‘, sondern nur auf’s wirkliche Leben vorbereitete. (Fest und treu!!) Wir Mütter haben regelmäßig ‚die Kinder getauscht‘, um uns wechselseitig ein paar freie Stunden zu ermöglichen. Was für Zeiten .. Ich wurde ganz wehmütig, als ich die nun sehr wohl geratenen, jungen, dynamischen, ‚groß gewordenen‘ Menschen in ihrer Pracht vor mir sah .. Große Dankbarkeit erfüllte mich. Was für eine Gnade.

Fasziniert hatte mich auch die Großmutter des Bräutigams. GERDA BRANDT-SULEK (76), ihres Zeichens zünftige Niederbayerin aus Deggendorf, aber mit heißblütigen, ungarischen Wurzeln. Gerda  saß während der gottesdienstlichen Zeremonie hinter mir und mein ‚geschultes Ohr‘ nahm gemurmelte, bayrische Sprachfetzen wahr .. Ganz klar, dass ich als kurzzeitige ‚Wahlmünchnerin‘ dem sofort nachgehen musste. Ja, und es folgte eine spritzige Begegnung (die nicht am prickelnden Hochzeitssekt lag), wie man unschwer erkennen kann. Lebendigkeit und Lebensfreude ist eben keine Sache des Alters, sondern der Einstellung. Vielen Dank, Gerda für diese fröhliche, kurze Begegnung! Und ein paar warme Herzensgrüße nach Bayern.

GOTTES SEGEN ♥ dem glücklichen Brautpaar und allen Menschen, die durch dieses (neue) Ehepaar gesegnet werden.

Gerda#2
Gerda Brandt-Sulek + Mietek Sulek
NiklasNeleKarena
Karena, Niklas Benedict, Nele

#36 Christina Wöhler

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Zugegeben – dieses Model scheint nicht wirklich weisses oder graues Haar zu haben. Zumindest auf diesem Foto. Aber, ihr könnt es mir glauben, das Haar von CHRISTINA WÖHLER ist grau – meliert. Zur Zeit etwas abgetönt mit anthrazit, aber das Grau schimmert sichtbar hindurch.

Warum ich Christina Wöhler trotzdem hier zeige? Weil mich die offene, herzliche, farbenfrohe, direkte Art dieser Geschäftsfrau fasziniert hat. In ihrem früheren Leben Friseurin, hat sie sich seit gut 15 Jahren dem ‚Perlen fädeln‘ verschrieben. Ich entdeckte ihren ’schrecklichen‘ Laden ‚herrlichperlich‘ in Hannover’s Altstadt. ‚Schrecklich‘ finde ich solche kleinen, kreativen Läden, weil ich dort stundenlang verweilen und eigentlich fast alles mit nach Hause nehmen könnte .. Winzige Glasperlen aus den unterschiedlichsten Ländern und alles, was man zum Schmuck herstellen benötigt, ist dort zu finden. Christina Wöhler organisiert Workshops, um diese filigrane Kunst zu lehren. Sicher eine schöne, kunstvolle, kreative Beschäftigung, bei der man gute Sehwerkzeuge (und/oder eine Lupe) haben muss und darüber hinaus eine gehörige Portion Geduld lernen kann .. Wohnte ich in Hannover, würde ich starten mit der Herstellung dieser filigranen Kunstwerke ..

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(c) herrlichperlich